Den Kontrasten auf der Spur

Online-Ausstellung der Neu-Isenburger Stadtfotografin

Kontraste reizen Susanne Müller, die Stadtfotografin von 2020. Ihre Schwarz-Weiß-Fotos aus Neu-Isenburg werden auf der Homepage des Stadtmuseums zu sehen sein.
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Kontraste reizen Susanne Müller, die Stadtfotografin von 2020. Ihre Schwarz-Weiß-Fotos aus Neu-Isenburg werden auf der Homepage des Stadtmuseums zu sehen sein.

Mit der Vorstellung des neuen Stadtfotografen in Neu-Isenburg verbindet das Forum zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) auch jedes Mal die Ankündigung für die Ausstellung des oder der bisherigen. Aber das ist in diesem Jahr angesichts des weiter anhaltenden Lockdowns und der damit verbundenen Schließung von Museen und Bibliotheken nicht gerade einfach. Und doch sollen die Arbeiten von Susanne Müller einer breiteren Öffentlichkeit präsentiert werden.

Neu-Isenburg - Die Stadtfotografin 2020 hatte angesichts der Corona-Pandemie einige Abstriche an ihrem ursprünglichen Konzept unter dem Motto „Kontraste“ vornehmen müssen. So wollte Susanne Müller nicht nur die Kontraste in Neu-Isenburg mit der Kamera festhalten, sondern auch den Kontrast zwischen der lauten Stadt mit Festen und Veranstaltungen und der leisen. Doch letzterer Punkt fiel natürlich angesichts der abgesagten Feste weg. Susanne Müller konzentrierte sich auf andere Kontraste wie beispielsweise Hell und Dunkel . „Es sind beeindruckende Schwarz-Weiß-Fotos entstanden“, verspricht Kati Conrad, stellvertretende Vorsitzende des FFK. Damit die nicht in der Schublade verschwinden, sondern gebührend gewürdigt werden, ist eine Online-Präsentation geplant. „Die Ausstellung wird ganz regulär im Stadtmuseum Haus zum Löwen aufgebaut“, erklären Conrad und Museumsleiter Christian Kunz.

Vorgesehen ist eine virtuelle Eröffnung am Donnerstag, 11. März. Der Zugangscode dazu findet sich auf der Homepage ffkni.de unter dem Stichwort Jahresprogramm. Danach wird die Ausstellung auf der Homepage des Museums als 360 Grad-Rundgang zu erleben sein – wie bereits die Dauerausstellung oder die aktuelle Sonderausstellung „Hausgeister“.

„Einen kleinen Teil der Fotos werden wir aber nicht ins Netz stellen“, so Conrad. Dahinter verbirgt sich die Hoffnung, dass die Ausstellung von Susanne Müller doch noch ganz normal von Besuchern zu sehen sein wird. Für diese sollen es dann auch Fotos geben, die bis dahin noch nicht online zu sehen waren. Auf jeden Fall soll die Schau bis in den Juni zu sehen sein. Zeit genug bleibt also, falls es zu einer Öffnung kommt. Und da ist der Museumsleiter zuversichtlich. In Konzepten zur Öffnung der Kunst- und Kultureinrichtungen sind die Museen ganz oben aufgeführt.

Susanne Müller ist nicht die erste Stadtfotografin, die ihre Arbeiten unter Corona-Bedingungen präsentieren muss. Im vergangenen Jahr traf es Peter Hahne mit seinen Bildern zur Natur in der Stadt noch härter. Seine Ausstellung konnte gerade noch eröffnet werden, musste dann aber im ersten Lockdown schließen. Der FFK bot eine Online-Führung an. Nach der Wiedereröffnung im Frühsommer konnte diese aber doch besucht werden.

Der neue Stadtfotograf Daniel Falke hat sich (wie berichtet) die Folgen der Pandemie als Thema ausgesucht und will dazu mit seinen Fotos Geschichten erzählen. (Von Holger Klemm)

Infos im Internet

haus-zum-loewen.de

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