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Open Doors in Neu-Isenburg sorgt für Super-Sause

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Von: Nicole Jost

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Cashma Hoody ist zurück: Und wie! Die Trippin Reggae Band aus der Region brannte am Freitagabend ein Feuerwerk in der Hugenottenhalle ab. Nach sieben Jahren Pause verstehen sie ihr Geschäft noch immer sehr gut.
Cashma Hoody ist zurück: Und wie! Die Trippin Reggae Band aus der Region brannte am Freitagabend ein Feuerwerk in der Hugenottenhalle ab. Nach sieben Jahren Pause verstehen sie ihr Geschäft noch immer sehr gut. © -jost

Das ist ein Jubiläum nach Maß: Seit 30 Jahren bringt das Open Doors in Neu-Isenburg die Musik ganzer Generationen auf die Straße – das gelingt im Jubiläumsjahr erneut hervorragend und die Rhein-Main-Region erlebt drei Tage lang eine Super-Sause. Auch wenn Organisator Michael Kercher wahrscheinlich manch bangen Moment hatte, vor allem wegen der Sponsorensuche – der Aufwand und das Engagement haben sich aber mal wieder gelohnt.

Neu-Isenburg - Am Freitagabend gibt es kaum ein Durchkommen rund um die Hugenottenhalle. Wer was zu trinken möchte, und ein Stück Pizza, einen Falafelteller oder auch nur ein Würstchen essen will, muss ein bisschen Zeit mitbringen. Die eigentliche Sensation aber spielt in der HuHa – der Headliner des Festivals: 2015 haben Cashma Hoody zum Entsetzen ihrer Fans ihre Abschiedstournee gespielt. Die Männer aus Heusenstamm und Obertshausen haben vielleicht das ein oder andere graue Haar mehr, oder eben auch weniger, aber der einmalige Trippin Rock Reggae funktioniert noch. Die Halle ist voll, die Stimmung heiß. Und spätestens als Frontmann John Abdelsayed erzählt, wie sehr sie „ES“ im Lockdown gefühlt haben, wieder auf die Bühne zu müssen, tobt die Halle. „Ist das geil – wir sind wieder da!“ Bei diesem Sound bleibt keiner stehen, die Band begeistert mit musikalischer Vielfalt und den alten Hits: „Guided“, „Die Kraft“, „Irie“, „The sun“ oder „Hörmazu“. Das Energielevel ist hoch und die Freude auf beiden Seiten riesig. Als kurz vor dem Finale hunderte Leuchtstäbe rhythmisch durch die Halle winken, lässt sich Sänger John zu einem Satz hinreißen, der die Hoody Fans hoffen lässt: „Einmal im Jahr kann man so was schon mal machen!“

Riesig viel Zulauf haben an diesem Abend auch RyffHuntR: Die Männer mit den unfassbar langen Mähnen begeistern die Massen auf der Selgros Bühne auf dem Rosenauplatz. Voll wird es in der Halle ein bisschen später wieder bei den Gypsys mit Orchester-Besetzung. Für den Auftritt gibt es und stehende Ovationen vom Publikum. Da ist selbst Festival-Initiator und Drummer der Gypsys Michael Kercher sehr gerührt.

Auch wenn die Frankfurter Straße aus Kosten- und infrastrukturellen Gründen nicht gesperrt ist, und manch einer deswegen verwundert ist, nicht auf der Hauptverkehrsader der Hugenottenstadt tanzen zu können, dem Festival schadet das keinesfalls. Es geht ein bisschen zurück zu den Wurzeln, als das Open Doors in den Neunziger Jahren einst gestartet ist. An den vielen unterschiedlichen Standort herrscht gute Stimmung. Zum ersten Mal dabei ist der Biergarten an der Rollschuhbahn. „Im vergangenen Jahr waren wir Profiteure vom Kultursommer im Sportpark. Jetzt sind wir Gastgeber“, sagt Uwe Zekarias, Wirt an der Rollschuhbahn. „Es macht so viel Spaß, wir haben tolle Bands hier und der Laden ist voll“, ist er mit seiner persönlichen Premiere zufrieden.

Ein dickes Grinsen hat auch Mit-Organisator Dominik Stotzem von der Kercher-Agentur Zwölf Löwen im Gesicht. „Es sind die schönsten Open Doors, bei denen ich je mitgemischt habe. Es ist einfach stressfrei und großartig. Ein besonderes Lob geht an die Bühnentechniker, die es geschafft haben, dass es an den beiden relativ nah aneinander liegenden Bühnen außen an der Hugenottenhalle keinen Sound-Brei gibt.“ Stotzem findet gerade die kleinen Spielorte, wie die Ess-Bar, die Kaffee-Fahrt oder das Robert-Maier Haus „Besonders charmant“. Auch die Musiker geben positive Rückmeldungen. „Ich könnte mir vorstellen, dass wir das in Zukunft beibehalten“, so Stotzem.

Von Nicole Jost

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