Vom 1. bis 3. Juli feiert Isenburg das Musikspektakel

Open Doors: Party an allen Ecken und Enden der Stadt

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Die Band „Kiss Forever“, die freitags ab 22.30 Uhr auftritt.

Neu-Isenburg -  Mehr als 60 Bands und Künstler treten beim diesjährigen Open Doors auf 17 Bühnen auf: Vom 1. bis 3. Juli steht die inzwischen 24. Auflage des Musikspektakels an.

Wie gehabt können die Besucher – mehrere zehntausend werden erwartet – den Bands ihrer Wahl kostenlos lauschen. Mit vollem Portemonnaie sollen die Gäste aber trotzdem nicht wieder nach Hause gehen: Denn das Open Doors ist wie üblich mit einer Benefizaktion verbunden. Und da liegt der Ansporn hoch: Im vergangenen Jahr schloss das Festival nicht nur mit einem Besucherrekord von 45.000 Leuten, es kam bekanntlich auch die Rekordsumme von 28.400 Euro an Spendengeldern für die Kinderhilfestiftung zusammen – obwohl Organisator Michael Kercher damals trotz allem Klinkenputzen ohne Hauptsponsor auskommen musste.

Doch wer Kercher kennt, der weiß: Der Mann lässt nicht locker. „Wir haben neue Förderer gefunden“, vermeldet er gestern enthusiastisch. Kercher und Mitorganisator Dominik Stotzem sind besonders begeistert von der Tatsache, dass sich mit dem an der Hugenottenallee ansässigen Unternehmen PepsiCo Deutschland ein Hauptsponsor gefunden hat, mit dem sie eine „mindestens für drei Jahre angesetzte Partnerschaft“ festklopfen konnten. Dies, so betont Kercher, gebe ihm „ganz neue Perspektiven“ – auch mit Blick auf die im kommenden Jahr anstehende Jubiläumsausgabe zum 25. Geburtstag des Isenburger Festivals.

Freuen sich gemeinsam auf die 24. Auflage des Musikspektakels Open Doors: Erster Stadtrat Stefan Schmitt (von links), Dominik Stotzem, Michael Kercher, Jürgen Reichle und Bürgermeister Herbert Hunkel.

Mit der Hugenottenstadt fühle Pepsi sich seit 1993 verbunden, das habe auch der Bau der neuen Deutschlandzentrale im Jahr 2014 gezeigt, betont gestern Jürgen Reichle, Geschäftsführer von PepsiCo Deutschland. Als Unternehmen fühle man sich hier „sehr gut aufgehoben“, auch den 220 hier tätigen Mitarbeitern gefalle der Standort. „Wir planen langfristig in Isenburg zu sein und möchten gerne weiter mit unserem Standort und den Menschen vor Ort zusammenwachsen“, sagt Reichle. Musikalisch bietet das Programm wieder etwas für fast jeden Geschmack: Rock, Pop, Partybands, Salsa, Irish Folk, Rockabilly, Volksmusik und Schlager. Namen wie die Frankfurter Schlager-Kultband Roy Hammer & die Pralinées, die Trenkwalder, Paddy goes to Holyhead, Kiss forever, Purple Rising oder The Queen Kings zählen diesmal zum Lineup. Wie gewohnt spielen die 60 Bands, deren Auftritt bereits bestätigt ist, im Stadtgebiet verteilt in allen möglichen Locations auf: Von der großen Hugenottenhalle über diverse Open-Air-Bühnen bis hin zur urigen Kneipe oder Bar in familiärer Atmosphäre kann man fast jeden Musikstil genießen.

Musikfestival Open Doors 2015: Bilder

Und eine Premiere gibt’s: Erstmals spielen die Gypsys, sonst als Lokalmatadoren auf den Treffer gebucht, in der Huha – plus 13-köpfigem Orchester und mit Keith Sanders. „Wir stellen da eine Band zusammen, wie sie das Open Doors noch nie gesehen hat“, verspricht Michael Kercher, der bei den Gypsys Schlagzeug spielt.

Auch lokale Nachwuchs-Bands bekommen wieder die Chance, sich einem großen Publikum zu präsentieren: Sie messen sich am Festival-Freitag beim Newcomer-Contest. Fünf Gruppen treten dort an. Auf der Frankfurter Straße lockt außerdem wieder die Flaniermeile – die Standplätze sind noch nicht komplett ausgebucht. Bis Anfang Mai kann sich bei Dominik Stotzem melden, wer dort etwas anbieten möchte.

Die Finanzierung von Open Doors – an keiner Bühne wird Eintritt verlangt – war und ist für Kercher Jahr um Jahr eine Herausforderung. Sicher ist jedoch auch in diesem Jahr der Zuschuss der Stadt. Alles zusammengenommen (also samt Absperrungen, etc.) koste das Festival die Stadt in diesem Jahr 70.000 Euro, sagt der Bürgermeister. „Es geht da ja nicht nur um Sponsoring“, betont Herbert Hunkel. „Es geht vielmehr auch darum, den Zusammenhalt in der Stadt zu stärken.“

Archiv-Video

hov

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