Fleißiges Werkeln neben ehemaligem DLB-Gelände

Platz für bis zu 260 Mitarbeiter

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Der Rohbau steht teilweise schon. 4 300 Quadratmeter stehen dem Pepsi-Team dann in der Biegung der Hugenottenallee neben dem ehemaligen DLB-Gelände zur Verfügung.

Neu-Isenburg - Wieder eine Nachricht, die den Wirtschaftsförderern der Stadt ein Strahlen ins Gesicht zaubern dürfte, wenn sie am Ende des Jahres die Bilanz ihrer Arbeit in Zahlen gießen werden. Von Barbara Hoven

Diesmal ist es keine Neuansiedlung, sondern ein Bekenntnis eines großen Unternehmens zum Standort Neu-Isenburg. Es kommt aus dem Hause PepsiCo Deutschland. In den letzten acht Jahren hat das Unternehmen nach eigenen Angaben den Umsatz verdoppelt, immer mehr Mitarbeiter wurden eingestellt. „Vor diesem Hintergrund hat sich PepsiCo entschlossen, 2014 ein deutlich größeres Gebäude in Neu-Isenburg zu beziehen“, teilt das Getränke-Unternehmen nun mit.

Eine riesige Baugrube war bereits vor Monaten an der Hugenottenallee 173 zu sehen, inzwischen nimmt das neue Domizil Formen an. Dort sollen ab nächsten Sommer die zuletzt auf mehrere Standorte verteilten Mitarbeiter unter einem Dach zusammenarbeiten.

Langzeit-Mieter statt Bauherr

„PepsiCo Deutschland beschäftigt rund 550 Mitarbeiter, allein 220 von ihnen sind in Neu-Isenburg tätig“, berichtet eine Unternehmenssprecherin. Seit 2005 sei das Team kontinuierlich größer geworden, „so groß, dass die Mitarbeiter schließlich auf zwei verschiedene Gebäude verteilt werden mussten“.

So soll das Gebäude bald aussehen.

Im neuen Domizil stehen dem PepsiCo-Team nach dem Umzug 4 300 Quadratmeter zur Verfügung, das neue Gebäude bietet Platz für rund 260 Personen. Ob das bedeute, dass noch mehr Arbeitsplätze geschaffen werden? „Platz für weiteres Wachstum ist vorhanden“, formuliert die Sprecherin vorsichtig. Wie viel der Neubau kostet, dazu macht sie keine Angaben – da PepsiCo nicht Bauherr, sondern Langzeit-Mieter sei.

„Nach der positiven Geschäftsentwicklung in den letzten Jahren wollen wir mit dem Bezug des neuen Gebäudes einerseits Raum für weiteres Wachstum schaffen, andererseits für unsere Mitarbeiter ein optimales und zeitgemäßes Arbeitsumfeld gewährleisten“, sagt Jürgen Reichle, Geschäftsführer der PepsiCo Deutschland. Sehr früh habe man das Team in die Entwicklung des neuen Bürokonzepts involviert.

Auf Bedürfnisse abgestimmtes Konzept

In enger Abstimmung mit dem Bauherrn – der in Zeppelinheim ansässigen Red Square Gruppe – habe man so ein spezielles Konzept ganz nach den Bedürfnissen der Mitarbeiter entwickelt. „Diese wurden bereits in der Planungsphase im Rahmen einer Untersuchung des Fraunhofer-Instituts nach ihren Anforderungen befragt“, berichtet Reichle. Die neuen Räume seien als Multifunktionsbüros konzipiert. So ist zum Beispiel viel offene Fläche geplant, die „Kommunikation fördern“ soll, andererseits sollen Think-tanks und Besprechungsräume Leuten, die Ruhe benötigen, Rückzugsmöglichkeiten bieten.

Schon seit 20 Jahren ist PepsiCo in Isenburg ansässig, derzeit wird noch in der Frankfurter Straße gearbeitet. Der Mietvertrag am dortigen Firmensitz läuft aus. Das neue Gebäude wird nach den Vorgaben der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen errichtet und erfüllt strenge Richtlinien in Bezug auf den Energieverbrauch und Ressourcenschonung.

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Mehr als 20.669 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze gibt es in Neu-Isenburg, 1380 entstanden davon allein im letzten Jahr, als diverse Unternehmen ihren Standort in die Stadt verlegten. Gelegenheit, neue Unternehmen kennen zu lernen, gibt es auf der Bürgerrundfahrt mit Bürgermeister Herbert Hunkel am Samstag, 16. November. Start ist um 10 Uhr am Rathaus, mit einem Bus werden die Stationen angefahren. Anmeldung unter der Rufnummer 2410.

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