Blühender Schulgarten

+
Eifrig waren die Kinder bei der Pflanzaktion bei der Sache.

Zeppelinheim - Ein Obst- und Gemüsegarten, eine Kräuterspirale und ein offenes Klassenzimmer sowie ein Kletterparcours – das alles entsteht auf dem ungefähr 200 Quadratmeter großen Außengelände der Zeppelinheimer Dependance der Selma-Lagerlöf-Schule. Von Enrico Sauda

Am Wochenende haben mehr als 100 fleißige Hände geholfen, dort Obstbäume, Brom-, Heidel- und Himbeerpflanzen sowie Sträucher zu pflanzen.

„Die Kinder sollen sehen, wie sich die Pflanzen im Laufe des Jahres entwickeln. Sie sollen sie kennenlernen, erfahren, wie sie schmecken und sich darum kümmern“, sagte Anja Persichilli, Konrektorin in der Außenstelle der Grundschule. „Diese Pflanzen sind prädestiniert für Schul- oder Kindergartengärten, denn sie sind nicht giftig und robust“, sagte Andreas Lindner vom Planungsbüro Schneider und Lindner, das die Bepflanzungsaktion auf die Beine gestellt hat. Zudem sollte es sich um einheimische Pflanzen handeln. Die beiden Landschaftsarchitekten haben eine besondere Beziehung zu der Einrichtung, schließlich drückten Andreas Lindner und Meinrat Schneider dort selbst die Schulbank. „Ich von 1966 bis 1979 und Meinrat 13 Jahre früher“, berichtete Lindner.

Aktion kostet 26.000 Euro

Der Förderverein finanzierte und initiierte die Aktion, die insgesamt 26.000 Euro kostet. 10.000 Euro hatte Fraport gespendet, 9.000 Euro kommen vom Förderverein und der Rest von der Stadt. „Bürgermeister Hunkel hatte uns nämlich das offene Klassenzimmer geschenkt“, erinnerte Felicitas Schneider vom Förderverein der Schule.

Die Bepflanzung war nur der erste Teil dieses Projektes. Der zweite folgt im Juni. Dann sollen das offene Klassenzimmer und der Kletterparcours entstehen. Eine Landschaftsbaufirma baut die Kräuterspirale und legt Hochbeete an.

Schulgarten soll schöner werden

„Wir sind sehr zufrieden“, sagte Felicitas Schneider. Auch die Mädchen und Jungen, die mit anpackten, waren glücklich. „Ich helfe mit, weil unser Schulgarten schöner werden soll“, sagte Sophie. Die achtjährige Drittklässlerin freut sich auf die Erdbeerzeit und auf das offene Klassenzimmer. Außerdem gebe es bald eine Arbeitsgemeinschaft, die sich um die Pflanzen sorgen wird. „Mir hat das Wasserspritzen am meisten Spaß gemacht“, erklärt der sechsjährige Lucas. Erfahrung in Sachen Gartenbau brachte er mit, „denn ich helfe meinem Opa im Garten“. Besonders freut er sich auf die Erdbeeren und Kräuterspirale.

Konrektorin Anja Persichilli schaute ein wenig in die Zukunft: „Heute bemalen die Kinder auch Tontöpfe, in die sie Feuerbohnen pflanzen und die beim Stadtteilfest versteigern werden.“

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare