Wie Phoenix aus der Asche

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Die Mädchen und Jungen der Zeppelinheimer Zweigstelle der Selma-Lagerlöf-Schule freuen sich über das neue Gebäude. Bei der offiziellen Einweihung sangen sie: „Jetzt ist sie groß und hell und schön und wir sind froh“.

Zeppelinheim (es) ‐ „Jetzt ist sie groß und hell und schön und wir sind froh“, singen die Mädchen und Jungen des Chores der Selma-Lagerlöf-Schule bei der offiziellen Einweihung ihrer Schule. Sie haben allen Grund dazu, schließlich erstrahlt die alteingesessene Bildungseinrichtung im neuen Glanz.

Die Sanierung der Zweigstelle der Grundschule ist abgeschlossen, der Neubau für die Betreuung mit den Nebenräumen und einem zusätzlichen Klassenzimmer steht, und seit Beginn des neuen Schulhalbjahres nutzen die gut 100 Schüler die Gebäude. Investiert wurden rund 2,4 Millionen Euro, 600.000 Euro kamen von Kreis, der Rest vom hessischen Sonderinvestitionsprogramm.

„Es war ein langes, zähes Ringen, denn der Schulstandort stand lange auf der Kippe“, sagte Landrat Oliver Quilling (CDU). „Wie Phoenix aus der Asche“ sei die neue Schule nach nur einem Jahr und drei Monaten Bauzeit aus der alten erstiegen, freute sich auch Leiterin Angela Föll. Nun sei aus der Schule, „in der es früher an manchen Stellen recht gruselig war“, so Quilling, ein Ort entstanden, „an dem sich die Kinder wohl fühlen“.

Offenes Klassenzimmer kommt von der Stadt

Der Klassentrakt ist erhalten geblieben und wurde im Bestand saniert. Um eine sinnvolle Raumaufteilung zu ermöglichen, galt es, Eingang und Verwaltung an anderer Stelle unterzubringen. Zusätzlichen Platz schaffte der Abriss der Garage, des Abstellraums, der Toiletten sowie eines Pavillons. Der Neubau ist über den Flur an das bestehende Gebäude angeschlossen. Dort befinden sich der Betreuungsraum und der Speisesaal direkt nebeneinander. Sie lassen sich durch Öffnen einer Faltwand zu einem große Raum zusammenschließen. Beide Räume erhalten einen direkten Zugang zum Außenbereich, der in den Osterferien in Schuss gebracht wird. Zusätzlich finden im Gebäude Küche, Lager- und Nebenräume, ein Klassenzimmer, ein Raum für die Sozialpädagogik sowie die neuen Toiletten Platz.

„Die Förderung von Kindern von einem bis zehn Jahre ist jetzt sehr gut möglich, genauso wie die Betreuung von 38 Mädchen und Jungen dank des Engagements des Fördervereins“, lobte Bürgermeister Herbert Hunkel (parteilos). Bei so viel Einsatz ließ sich die Stadt nicht lumpen: „Wir stellen ein offenes Klassenzimmer im Außenbereich zur Verfügung, als Dank für alle, die sich beteiligt haben.“

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