Stadt will Stadteingang aufwerten

Platz für Mobilitätsstation am Bahnhof

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Für den RTW-Anschluss zur Stadtmitte soll hier, wo der Parkplatz an der Bahnhof-Westseite ist, noch ein Zusatzgleis gebaut werden. Der Wald soll aber möglichst bleiben.

Neu-Isenburg – Noch fährt sie längst nicht, doch die Planungen für die Regionaltangente West (RTW) laufen auf Hochtouren. Isenburg soll nicht nur im Bereich des bestehenden Bahnhofes „tangiert“ werden, sondern von dort soll es einen Abzweig in die Innenstadt geben.

Bereits positiv vom Parlament beschieden ist eine Trassenführung bis zum ehemaligen Güterbahnhof, weiterhin kontrovers diskutiert wird eine Verlängerung bis an den Stadtrand im Osten von Neu-Isenburg. Am östlichen Ende der Friedhofstraße ist auf der Seite des Birkengewanns eine vorläufige Endhaltestelle mit Park-and-Ride-Parkhaus im Gespräch. Neu befeuert wird die mögliche RTW-Verlängerung durch einen vom Regionalverband ins Gespräch gebrachten S-Bahn-Ring um Frankfurt. Dadurch könnte die RTW-Trasse gen Heusenstamm weitergeführt werden.

Bis zur endgültigen Klärung der noch offenen Trassenführung will Isenburgs Stadtspitze freilich nicht warten, sondern – auch im Sinne einer Aufwertung des Areals zu beiden Seiten des Bahnhofs – entsprechendes Planungsrecht schaffen. Den Stadtverordneten liegt nun ein geänderter Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan Nr. 90 „Krömmelbein-Gelände“ östlich des Bahnhofs zur Beschlussfassung vor. Es geht also unter anderem um das Areal, wo bis in die späten sechziger Jahre das Sägewerk Krömmelbein M.W. stand.

Ein Wörtchen mitreden möchte die Stadt bei der Zukunft des Bahnhofsbereichs – und setzt daher eine geänderte Aufstellung des Bebauungsplans für das Areal aufs Gleis, wo bis in die späten 1960er Jahre das Sägewerk Krömmelbein M.W. stand.

Ziel sei es unter anderem, künftige Ausgleichsflächen zu schaffen; also auch mehr Wald zu pflanzen. Außerdem schwebt den Stadtoberen bekanntlich vor, auf der Westseite des Bahnhofs eine neue Mobilitätsstation entstehen zu lassen. Für diese wurde inzwischen eine Machbarkeitsstudie erstellt, die ebenfalls der Stadtverordnetenversammlung vorgelegt werden soll. Mit dem geänderten Bebauungsplan geht es der Stadt aber nun zunächst darum, die planungsrechtlichen Voraussetzungen für eine solche Mobilitätsstation zu schaffen.

Der Geltungsbereich des Bebauungsplans Nr. 90 umfasst nun neben den östlich gelegenen ehemaligen Bahn-, sowie Wald- und Verkehrsflächen auch die westlich an den Bahnhof angrenzenden Flächen, auf denen sich derzeit auch der Park-and-Ride-Platz befindet. „Ausgelöst durch die Planungen der RTW GmbH, in deren Zuge der bestehende Park-and-Ride-Parkplatz tangiert und daher umgestaltet werden muss, wurde das Büro StetePlanung mit einer Machbarkeitsuntersuchung für eine Mobilitätsstation mit Park-and-Ride-Anlage beauftragt“, erläutert der Magistrat. Diese liege nun vor und soll als Grundlage für die nächsten vertiefenden Planungsschritte dienen – diese sind auch nötig für die Berücksichtigung im Planfeststellungsverfahren und fürs Finanzierungskonzept.

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Für den Abzweig der RTW-Trasse in die Innenstadt ist der Bau eines weiteren Gleises im Bereich des Bahnhofes erforderlich. Für die dafür erforderlich Fläche muss ein Teil der P+R-Anlage geopfert werden. Aber auch die geplante Mobilitätsstation, die es den Nutzern ermöglichen soll, unterschiedliche Mobilitätsangebote je nach Situation und Bedarf miteinander zu kombinieren, benötigt Platz. Um den künftigen Bedarf an Parkplätzen zu errechnen, hatte die Stadt das Büro Habermehl und Follmann mit einer „Potenzialabschätzung zu den Mobilitätsstationen in Neu-Isenburg“ beauftragt. Auf deren Ergebnissen basiert nun die Machbarkeitsuntersuchung.

Klar ist längst: neuer Parkraum muss in jedem Fall geschaffen werden. Den Fachleuten zufolge werden zusätzlich zu den vorhandenen 150 etwa 300 weitere PKW-Stellplätze und insgesamt 280 Fahrradstellplätze benötigt.

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Diesem Platzbedarf soll nun durch einen sechsgeschossigen Baukörper Rechnung getragen werden. Darin soll nicht nur die geplante Mobilitätsstation, sondern auch 460 PKW- und 130 Fahrradabstellplätze untergebracht werden; Carsharing-Angebote und Behindertenparkplätze inbegriffen. Der Wald südlich der heute bestehenden Park-and-Ride-Anlage soll dadurch möglichst erhalten werden. (lfp)

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