Projekte mit positiver Strahlkraft

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Gastrednerin Lucia Puttrich mit (von links) dem Landtagsabgeordneten Hartmut Honka, Bundestagsabgeordnetem Peter Wichtel, CDU-Chef Thorsten Klees, Landrat Oliver Quilling, Walter Winter, Erstem Stadtrat Stefan Schmitt und Rolf Krumbiegel.

Neu-Isenburg - Alljährlich überrascht der CDU-Stadtverband beim Neujahrsempfang mit besonderen Rednern. Diesmal war es gelungen, Lucia Puttrich für ein Gastspiel zu gewinnen. Hessens Umweltministerin sprach dabei nicht nur über Energiewende und Strompreise.

Ehe aber der hochkarätige Gast ans Rednerpult trat, ließ der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Thorsten Klees das alte Jahr Revue passieren. Vor rund 200 Gästen aus Partei, Politik und gesellschaftlichem Leben verwies er im Foyer der Hugenottenhalle aber auch auf die Dinge, die im neuen Jahr in der Stadt anstehen. So würden etwa viele große Projekte, die im vergangenen Jahr begonnen wurden, zum Abschluss gebracht. Klees erinnerte aber auch an jene 30 Millionen Euro, die im Hauhaltsjahr 2012 in die Isenburger Infrastruktur investiert worden seien – der Umbau der Kita Kurt Schumacher-Straße zum Familienzentrum, der weitere Ausbau der U3-Betreuung, die Sanierung des Hallenbads und der Baubeginn für die neue Sporthalle waren seine Stichpunkte. „Die Investitionen zum Wohl der Bürger gehen aber 2013 weiter“, betonte er und verwies hier insbesondere auf neue Räume für drei U3-Gruppen im alten Schulhaus sowie zwei weitere in der Wilhelm-Hauff-Schule. Damit werde Isenburg mit über 50 Prozent eine Quote erreicht haben, die recht einmalig in Hessen sein dürfe.

„Es war nicht unser Ziel, eine überdimensionierte und teure Wassererlebnislandschaft zu bauen, sondern ein Hallenbad für die Bürger“, bezog Klees Stellung zur Kritik in Sachen Hallenbad aus anderen politischen Lagern. „Dadurch wird es nur eine moderate Erhöhung der Eintrittspreise geben, so dass sich auch weiter jeder das Schwimmvergnügen im städtischen Bad leisten kann.“

Mit der bürgerfreundlichen Umgestaltung des Bahnhofsvorplatzes werde gerade ein weiteres Projekt in Angriff genommen. Außerdem: „Die Entwicklung des Stadtquartiers Süd wird weitergehen, wir wollen nach der Vorlage des Planungsbüros die Bürger weiter beteiligen, so dass wir am Ende des Jahres eine Vorzugsvariante für die Umgestaltung haben“, erläuterte er die Vorgehensweise.

Klees lobte auch die Wirtschaftsförderung. Allein im letzten Jahr seien sieben internationale Unternehmen nach Neu-Isenburg gekommen, wozu der Gewerbesteuersatz – der ja bekanntlich gesenkt wurde – sicherlich den Mit-Ausschlag gegeben habe. Und schließlich diene das Positionspapier aus Neu-Isenburg zur Verringerung des Fluglärms als Grundlage für ein überregionales Lärmminderungskonzept. Klees Fazit: „Die von der CDU bestimmte Politik in Neu-Isenburg hat ihre positiven Wirkungen weit über unsere Stadt hinaus.“

Die Umweltministerin blickte in ihrer Rede erst einmal in die weite Welt hinaus und verwies auf politische Ereignisse wie Obamas Wiederwahl, aber auch auf die Konfliktsituationen in Syrien oder Ägypten. „Wir sollten uns mehr bewusst machen, wie gut es uns doch geht“, sagte Puttrich. Sie lobte die Ehrenamtlichen, insbesondere jene, die sich politisch engagieren. „Die machen das doch nicht, weil sie nach Macht streben, sondern weil sie etwas bewegen wollen“, betonte die Ministerin. Die europäische Finanzpolitik der Bundeskanzlerin rechtfertigte sie mit dem Hinweis, man könne anderen nicht glaubhaft das verbieten, was man sich selbst leiste. „Die guten Umfragewerte für Angela Merkel fallen ja nicht so einfach vom Himmel“, betonte Puttrich.

Dann kam aber doch noch die Umwelt- und Energiepolitik auf den Tisch. „Wir müssen uns so verhalten, dass die nachfolgenden Generationen einmal sagen, das haben die aber gut gemacht“, so Puttrich. Dass gerade jetzt die gestiegenen Strompreise gerade bei den Medien im negativen Mittelpunkt stünden, könne sie nicht nachvollziehen. „Der Anteil des Strom an den Kosten für Energie liegt gerade mal bei 20 Prozent, für die Wärme jedoch bei über 40 Prozent“, rechtfertigte Puttrich die von der Bundesregierung geförderten Investitionen in energetische Sanierungen. Dass die EEG-Umlage derzeit jährlich viele Milliarden verschlingt, läge aber an jenen, die sie am meisten kritisieren. „Es war doch die rot-grüne Bundesregierung, die eine langfristige Förderung von 20 Jahren beschlossen hat“, verwies Puttrich auf die „Kurzsichtigkeit“, denn in 20 Jahren gäbe es erhebliche Verbesserungen durch technische Innovationen. Die Energiewende sei richtig, brauche jedoch ihre Zeit. Sie könne aber nur gelingen, „wenn wir uns nicht vor lauter Ehrgeiz, diese möglichst schnell herbeizuführen, verstolpern“.

lfp

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