Waldschwimmbad

Neu-Isenburg: Erstes Hundeschwimmen mit über 200 Gästen ist ein voller Erfolg

Golden-Retriever Hündin Curly bekommt nicht genug: Wieder und wieder holt sie Spielzeug aus dem Schwimmerbecken des Waldschwimmbads. Die Premiere des Neu-Isenburger Hundeschwimmens war ein großer Erfolg.
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Golden-Retriever Hündin Curly bekommt nicht genug: Wieder und wieder holt sie Spielzeug aus dem Schwimmerbecken des Waldschwimmbads. Die Premiere des Neu-Isenburger Hundeschwimmens war ein großer Erfolg.

Golden Retriever-Dame Curly zögert keine Sekunde. Frauchen Melanie Krug wirft das Lieblingsspielzeug des Tieres gut 20 Meter ins Schwimmerbecken des Neu-Isenburger Waldschwimmbads, die Hündin springt mit einem beherzten Satz hinterher.

Neu-Isenburg - Nur wenige Sekunden später kommt sie paddelnd mit dem roten Gummidreieick in der Schnauze zurück. Schon steht die blonde Hündin wieder erwartungsvoll mit dem Schwanz wedelnd am Rand. „Das Spiel können wir jetzt hundert mal spielen, sie wird einfach nicht müde und hat solch einen Spaß am Schwimmen“, ist die Hundebesitzerin aus Mühlheim begeistert. „Toll, dass es jetzt hier in Isenburg im Schwimmbad möglich ist“, sagt sie mit einem Lächeln. Zum ersten Mal haben die Stadtwerke Neu-Isenburg die Pforten des Waldschwimmbads zum Saisonabschluss für die Hundebesitzer geöffnet. In einigen Schwimmbädern der Region ist das Hundeschwimmen schon Tradition. „Wir haben auch schon länger darüber nachgedacht. Und in diesem Jahr, in dem viele Bäder wegen Corona die Hundeveranstaltung ausfallen lassen, bieten wir den Hundefreunden der Region die Möglichkeit, ihre Vierbeiner im Becken schwimmen zu lassen“, freut sich Eva Lang, stellvertretende Leiterin der Schwimmbäder in der Hugenottenstadt.

Schon um zwölf Uhr bilden sich am Samstagmittag Schlangen vor der Tür und um 15 Uhr haben die Besitzer von 200 Hunden für ihre Vierbeiner eine Eintrittskarte gekauft. „Wir sind überrascht, wie gut es angenommen wird. Aber wir haben mit dem großen Bad, den großen Becken und dem weitläufigen Gelände auch optimale Bedingungen“, sagt Lang weiter. Sie ist begeistert, wie diszipliniert die Menschen mit den Hygieneregeln und dem Mundschutz umgehen und auch die Hunde seien sehr friedlich miteinander. „Es ist schön zu beobachten, wie ausgelassen und mit wie viel Freude die Tiere im Wasser spielen“, sagt Lang, die sehr zufrieden mit der Premiere ist. Damit Haut und Haar der Hunde nicht gereizt werden, ist schon seit fünf Tagen kein Chlor mehr ins Becken gekommen. Das bedeutet aber auch, dass den Hundebesitzern das Schwimmen am Samstag verboten ist – die Becken stehen allein den Hunden offen.

Brigitte Kühn ist mit der Königspudel-Dame Cali aus Frankfurt nach Neu-Isenburg zum Schwimmen gekommen. Cali fällt im Becken durch ihre rote Schwimmweste über dem weißen Fell auf. „Ja“, sagt Brigitte Kühn lachend, „Cali ist eine kleine Diva. Sie hasst es, wenn ihr Kopf nass wird. Und mit der Weste hat sie immer so viel Auftrieb, dass sie selbst beim Reinspringen nicht mit dem Kopf unter Wasser kommt.“ Bestens ausgerüstet springt auch Cali wieder und wieder ihrem Spielzeug hinterher.

Nicht alle sind so mutig. Mischling Kiko weigert sich, auch nur einen Fuß ins erfrischende Nass zu setzen. Erst als sein Frauchen ihn mit einem neuen Spielzeug lockt, lässt er sich überreden, ins Wasser zu gehen. Aber bei Weitem nicht mit so viel Schwung wie die Hundemädels Curly und Cali.

Das erste Hundeschwimmen ist noch viel mehr als nur ein netter Schwimm-Ausflug. Das Schwimmbad ist fast so etwas wie eine kleine Hundemesse. Mit-Organisatorin Simone Marquard, Eigentümerin des Hundeladens „Hundelig“ in Isenburg, hat einige Stände organisiert. Während das Team des Schwimmbads die Verpflegung der Zweibeiner übernimmt, hat Marquard an die Hunde gedacht: So schlecken die haarigen Schwimmer in einer Badepause spezielles Hunde-Eis oder bekommen von Herrchen eine köstliche Hundebratwurst spendiert. Es gibt auch eine umfangreiche Auswahl an Spielzeug und Leckerli. „Es ist ein phänomenaler Erfolg“, freut sie sich über die große Resonanz. „Im nächsten Jahr machen wir das wieder“, hofft Marquard auf grünes Licht von den Stadtwerken.

Von Nicole Jost

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