Peter Tischer leitet Pferdesportzentrum

Reit- und Fahrverein stellt sich neu auf

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Peter Tischer mit seiner Tochter Marie auf der Kutsche, links Victoria Arndt, rechts Olivia Zimmermann.

Neu-Isenburg -  „Alles neu macht der Mai“ – so könnte man meinen, wenn sich am 1. Mai die Tore für die Besucher zum neuen „Pferdesportzentrum Neu-Isenburg“ öffnen. Von Leo F. Postl 

Die tiefgreifenden Veränderungen, die der Reit- und Fahrverein Neu-Isenburg in den vergangenen Wochen erfuhr, wurden nach Außen hin kaum bemerkt, alles lief im geordneten Rahmen ab. Doch der Reihe nach: Bekanntlich muss Peter Tischer mit seinem Fahrsport das angestammte Gelände im Birkengewann verlassen, da dort jetzt die ersten Maßnahmen zu Erschließung des Neubaugebiets erfolgen. Schon seit geraumer Zeit hatte sich Tischer deshalb hin zum Reit- und Fahrverein orientiert.

Da die Zusammenarbeit mit Uwe Xanke, der im Februar 2014 mit seinem Pferdesportzentrum den Pensionsbetrieb und die Reitschule auf der Anlage des RuFV übernommen hatte, nicht so wie vom Verein gewünscht verlief, war eine Neuausrichtung erforderlich. „Zum 31.12.2015 hat der bisherige Pächter die Reitsportanlage des Vereins verlassen. Neuer Pächter des Reit- und Pensionsbetriebs wird ab dem 1. Februar 2016 Peter Tischer, der bereits ab dem 1. Januar die Betriebsführung übernimmt. Die Versorgung des Pensionsstalls sowie Reitunterricht – Privatpferde und Schulpferde – wird durch qualifiziertes Personal sichergestellt. Ab Dienstag, 1. März 2016, wird Jörg Schaffner regelmäßig alle 14 Tage eine Springstunde abhalten“, ist auf der Homepage des Vereins zu lesen.

Alexandra Freimuth steht für die Dressurausbildung im Pferdesportzentrum Neu-Isenburg.

Um in keinen „Interessenskonflikt“ zu geraten, ist Peter Tischer bereits bei der außerordentlichen Mitgliederversammlung Mitte Dezember von seinem Amt als 1. Vorsitzender des RuFV zurückgetreten. Zu seiner Nachfolgerin wurde die bisherige Stellvertreterin Tischers, Petra Zimmermann-Neureiter, gewählt. Christina Driessen ist nun neue 2. Vorsitzende. Neu in den Vorstand aufgenommen wurde Marie-Luise von Schorlemer, sie wird ab sofort als Schriftführerin tätig sein. Soweit die rein organisatorischen Veränderungen beim Reit- und Fahrverein. Am 1. Mai findet in der ganzen Republik ein „Tag der offenen Stalltür“ statt; daran beteiligt sich auch der Isenburger Reit- und Fahrverein. Diese Gelegenheit will der mittlerweile seit 86 Jahren bestehende Verein nutzen, um sein Angebot vorzustellen.

„Wir wollen hier beides gleichberechtigt miteinander anbieten, sowohl das klassische Reiten mit Dressur und Springen sowie den Fahrsport“, beschreibt Peter Tischer die zukünftige Ausrichtung. Er selbst kümmert sich um den Fahrsport. Mit Alexandra Freimuth hat sich mittlerweile eine hochqualifizierte Reitausbilderin im Dressursport gefunden.

Freimuth selbst ist erfolgreiche Dressurreiterin bis hin zur Grand Prix-Klasse. „Ich biete meine Dienste auf freiberuflicher Basis an und stehe im Prinzip allen zur Verfügung“, so Freimuth. Sie will sich jedoch nicht nur um den anspruchsvollen Dressursport kümmern, sondern möchte insbesondere die Jugend fördern. „Ein schöne Jugendgruppe aufzubauen, das ist mein Ziel“, betont denn auch die Reiterin.

Keine Reiterhof-Romantik: Pferdewirt ist ein Knochenjob

Peter Tischer, nicht nur selbst erfolgreich im Pferdefahrsport, sondern auch ein international gefragter Trainer in diesem Bereich, will auf der Anlage des RuFV ein internationales Ausbildungszentrum aufbauen. „Bisher bin ich immer in andere Fahrsportzentren – auch bis in die USA – gereist, jetzt können die Fahrer hierher kommen um sich in Theorie und Praxis ausbilden zu lassen“, so Tischer. Zum „Tag der offenen Stalltür“ am 1. Mai wird’s deshalb reiterliche Vorführungen aus allen Bereichen geben.

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