Richtiges Verhalten im Verkehr

+
Kinder aus der Kita Kurt-Schumacher-Straße nehmen die „move it“-Box in Empfang. Betreuerinnen Birte Bönicke und Kerstin Friedrichowitz (links) freuen sich schon auf die Arbeit mit den Spielmaterialien. Neben dem Crashtest-Dummy ist Kai Röder von Reifen Seher zu sehen. Die Verkehrswacht vertraten Gerd Nathan, Regine Burggraf und Gerlinde Nathan.

Neu-Isenburg - Um Kindern beim Laufen und Springen auf die Beine zu helfen, hat die Deutsche Verkehrswacht gemeinsam mit der Firma Bridgestone eine Spielbox entwickelt. Mit ihrer Hilfe soll das körperliche Koordinationsvermögen entwickelt und spielerisch das richtige Verhalten im Verkehr erlernt weren. Von Markus Jordan

Die Verkehrswacht Offenbach hat bei der Neu-Isenburger Firma Reifen Seher die „move it“-Boxen mit Bewegungungsspielen der Neu-Isenburger Kita Kurt-Schumacher-Straße, der Langener „Kita im Grünen“ und der Egelsbacher Kita am Forsthaus übergeben. Eine weitere Box soll nach Dreieich gehen.

Ein Kriterium für die Auswahl der Kitas war die jeweilige Lage zum Straßenverkehr“, erklärte Gerd Nathan von der Verkehrswacht. Besonders betroffen sei die Langener Kita. Nach einem Wasserschaden im vergangenen Jahr stand ein Umzug in ein Bürogebäude im Industriegebiet an, wo die Verkehrsverhältnisse nicht besonders kindgerecht seien.

Die Verkehrswacht weist darauf hin, dass die psychische, körperliche und geistige Leistungsfähigkeit von Kindern den Anforderungen des modernen Straßenverkehrs nicht gewachsen ist. Folge sei eine steigende Zahl von Unfällen. Mit der „move it“-Box, die auf eine spaß- und spielorientierte Bewegungsförderung setzt, soll dieser Entwicklung entgegengewirkt werden. Zum Inhalt gehören Schwungtücher und -seile, Soft-Frisbees, Jongliertücher und spezielle Bälle. Mit den Schwungtüchern in den Farben Rot und Grün soll beispielsweise die Verkehrssituation im Spiel nachempfunden werden.

Wie das funktioniert, wurde bei der Übergabe vorgeführt. Wird das grüne Tuch in die Höhe gehoben, rennen die Kinder aus einiger Entfernung diesem entgegen. Sie müssen aber augenblicklich stehen bleiben, sobald das rote Tuch nach oben gehalten wird. Auf diese Weise soll das richtige Verhalten an Ampeln verinnerlicht werden. „Kinder lernen am besten spielerisch“, betont Nathan.

Für die Übergabe in Neu-Isenburg hatte die Firma Bridgestone sich noch etwas Besonderes ausgedacht und ihren „lebenden“ Crashtest-Dummy zur Verfügung gestellt. Sein gelb gepolsterter Anzug und lustiger Gesichtsausdruck begeisterte die Kinder.

Untersuchungen haben nach Angaben der Verkehrswacht ergeben, dass die Spiele und Materialien durchaus unfallverhütend wirken können. Wichtig sei aber eine regelmäßige Anwendung. „Die Ausbildung des richtigen Verhaltens im Straßenverkehr muss ein wesentlicher Punkt im Spielangebot in den Kindertagesstätten sein“, mahnt Gerd Nathan.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare