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Großbrand in Mehrfamilienhaus: Wie geht es für die Bewohner weiter?

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Von: Nicole Jost

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An die 20 Menschen waren während des Einsatzes in einem Betreuungsbus untergebracht, den die Feuerwehr Rödermark nach Neu-Isenburg brachte.
An die 20 Menschen waren während des Einsatzes in einem Betreuungsbus untergebracht, den die Feuerwehr Rödermark nach Neu-Isenburg brachte. © 5vision.media

In Neu-Isenburg im Kreis Offenbach brennt ein Mehrfamilienhaus. Hilfe kommt jetzt von verschiedenen Stellen.

Neu-Isenburg – Was für ein erschreckender Jahresbeginn: Für 21 Bewohner eines Mehrfamilienhauses in der Carl-Ulrich-Straße in Neu-Isenburg war die Nacht zum Montag (03.01.2022) morgens um drei beendet. Eine brennende Zigarette hat vermutlich den verheerenden Hausbrand in Neu-Isenburg verursacht, der einen komplett zerstörten Dachstuhl des Mehrfamilienhauses zur Folge hat. Fünf Menschen und ein Feuerwehrmann sind verletzt, zwei der Verletzten sind am Dienstag noch im Krankenhaus.

Den 110 Einsatzkräften der Feuerwehren aus Neu-Isenburg, Sprendlingen und Offenthal gelingt es, die immer wieder auflodernden Flammen gegen 04.15 Uhr komplett zu löschen. Am Tag nach dem Brand wird klar: Das Haus ist erst einmal nicht bewohnbar. Der Dachstuhl ist nur noch ein Gerippe und auch wenn die Flammen das Erdgeschoss nicht erreichten, sind die Bewohner von den Folgen des Brandes erheblich betroffen. „Es dauert wohl mehrere Monate, bis all die Schäden behoben sind. Die Wasserleitungen sind defekt, die Wände sind nass, das komplette Dach ist zerstört. Wir brauchen jetzt andere Lösungen für die Hausbewohner“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel.

Hausbrand in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach): Stadt will Bewohnern Hilfe anbieten

Er hat sich direkt am Brandtag noch mit den Menschen getroffen und mit ihnen gesprochen. Sie seien sehr betroffen, geschockt und natürlich auch sehr geknickt. Die Stadt konnte die Leute – darunter Kinder und Babys – zunächst in einem Hotel in der Stadt unterbringen. „Aber wir lassen sie dort natürlich nicht einfach alleine sitzen. Der Sozialpädagoge aus unserem Team im Rathaus kümmert sich um die Menschen“, kündigt Hunkel an. Die Mitarbeiter seien schon fieberhaft auf der Suche nach Wohnungen – am besten möblierte Übergangswohnungen, in denen sofort ein Leben mit Küche und Badezimmer möglich ist und solange die Sanierungsarbeiten andauern, eine echte Heimat bieten.

Der Rathauschef hat Kontakt mit dem Hauseigentümer, eine GbR, aufgenommen. Deren Mitarbeiter äußerten sich dankbar, dass die Stadt sofort Hilfe angeboten hat.

Hilfeaufruf für Opfer von Brand in Neu-Isenburg (Kreis Offenbach)

In den sozialen Netzwerken gab es ebenfalls einen Hilfeaufruf. Wahrscheinlich sind die betroffenen Familien mittel- und langfristig für Unterstützung mit Alltagsgegenständen dankbar. Aber im Augenblick, so sagt Herbert Hunkel, seien Geldspenden sinnvoller, um Dinge gezielt anzuschaffen, die jetzt dringend gebraucht werden.

Spenden können auf das Konto der Stadt bei der Volksbank IBAN: DE10 5059 2200 0108 5057 80 eingezahlt werden. (Nicole Jost)

Erst vor Kurzem geriet ein Logistikzentrum in Neu-Isenburg im Kreis Offenbach in Brand: Aufgrund von heftigen Rauchentwicklungen gestalteten sich die Löscharbeiten als schwierig.

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