Parteitag des Kreisverbands Offenbach

CDU setzt Weg mit Lortz fort

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Der neue Vorstand des CDU-Kreisverbands: Mit dabei sind Vorsitzender Frank Lortz (Mitte) und seine Stellvertreter Claudia Jäger (Dritte von rechts), Patricia Lips (Fünfte von rechts), Hartmut Honka (Dritter von links) sowie Ismail Tipi (Vierter von links).

Neu-Isenburg - Mit 97,7 Prozent der Stimmen haben die Delegierten der Kreis-CDU am Wochenende in der Hugenottenhalle Neu-Isenburg ihren Vorsitzenden Frank Lortz im Amt bestätigt. Von Enrico Sauda

Die 245 Anwesenden wählten beim Kreisparteitag Claudia Jäger, Patricia Lips und Hartmut Honka sowie Ismail Tipi als seine Stellvertreter.
Tipi geht auch wieder für den Wahlkreis 45 als Landtagskandidat ins Rennen, wie die Wahlkreisdelegiertenversammlung zuvor ergab. Hartmut Honka tritt demnach im Wahlkreis 44 an, Frank Lortz im Wahlkreis 46.

Der Vorstandswahl war eine Rede des neuen und alten Kreis-CDU-Chefs vorausgegangen. „Auf das Erreichte zu verweisen, das reicht nicht“, mahnte Lortz. „Wir müssen klarstellen, warum es gut ist, dass die Union im Land weiter an der Spitze bleibt“, forderte der 64-Jährige mit Blick auf die Landtagswahl im Herbst. Zwar sei die CDU im Kreis sehr präsent, doch dürfe sie sich nicht darauf ausruhen. „Wir müssen die eigenen Reihen motivieren, weniger streiten, und es muss weniger Durcheinander geben“, so Lortz, der „mehr Geschlossenheit und Klarheit in der Sache“ will. Wichtig sei, in drei Sätzen erklären zu können, warum die CDU gewählt werden sollte: „Wir brauchen griffige Vokabeln, um die Wähler zu überzeugen.“

Bei der Landtagswahl wolle die CDU ihren Erfolg fortsetzen. Schließlich regiere sie seit 1999 und seit 2013 in Koalition mit den Grünen. Es funktioniere „einigermaßen geräuschlos“, so Lortz. Das gelinge nur, weil beide Seiten Erfolge verbuchen könnten. Wahlziel müsse sein, erneut die drei Direktmandate im Kreis zu gewinnen. „Und wir stehen für die CDU und nicht für irgendeine Koalition“, betonte Lortz. „Wir sagen auch: Keine Zusammenarbeit mit Extremisten von rechts und von links!“

Bürgermeister und Landräte aus der Region

Dann kam Lortz auf die Koalitionsgespräche in Berlin zu sprechen: „Wenn wir 2016 im Kreis Offenbach so verhandelt hätten und mit einer derartigen Bilanz vor die Delegierten getreten wären, ich glaube, sie hätten uns die Rote Karte gezeigt.“ Die Lage in Berlin sei „durchwachsen“, konstatierte Lortz, „aber das Wichtigste ist, dass die Seele der CDU nicht verloren gehen darf. Die Zukunft der Volkspartei steht auf dem Spiel.“

Der Kreisverband habe bei der Bundestagswahl die Ziele erreicht und beide Wahlkreise mit Patricia Lips und Björn Simon direkt gewonnen. Simons Vorgänger, Peter Wichtel, wurde mit der Ehrenvorstandsmitgliedschaft geehrt.

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