„Sind  bestens aufgestellt“

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Anstoßen auf ein erfolgreiches 2010: Fraktions-Chef Stefan Schmitt, der EU-Abgeordnete Werner Langen, CDU-Vorsitzender Thorsten Klees, Erster Stadtrat Herbert Hunkel, Bürgermeister Oliver Quilling und Walter Norrenbrock, Dezernent für Integration (v.l.).

Neu-Isenburg ‐ Das Foyer der Hugenottenhalle war proppenvoll, als die CDU gestern Mittag zum Neujahrsempfang eingeladen hatte. Erster Stadtrat Herbert Hunkel konzentrierte sich auf seine mit Spannung erwartete Rede, während Thorsten Klees nach draußen in das leichte, aber stetige Schneetreiben blickte. Von Leo F. Postl

„Er hat nicht abgesagt, also gehe ich davon aus, dass er noch unterwegs ist“, meinte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende. Dann war er plötzlich da, der Vorsitzende der CDU/CSU-Gruppe im Europaparlament, Dr. Werner Langen aus dem Wahlbezirk Niedermosel. Während Herbert Hunkel sich in seinen Ausführungen auf „seine“ bürgernahe, verantwortungsvolle Politik in Neu-Isenburg konzentrierte, berichtete der EU-Abgeordnete über das nicht einfache Zusammenspiel der mittlerweile 27 Mitgliedstaaten im Europäischen Parlament.

Thorsten Klees hob noch einmal die Höhepunkte des vergangen Jahres und gab einen Ausblick auf die lokalpolitischen Schwerpunkte in diesem Jahr. Neue Spielplätze, der Besuch des Dalai Lama im Kempinski Hotel Gravenbruch, die 800-Jahrfeier von Weida wie auch die neue Städtepartnerschaft mit Chiusi und die Wahl von Oliver Quilling zum neuen Landrat waren für ihn markante Stationen des vergangenen Jahres.. „Wir haben uns bewusst für die Sanierung des alten Rathauses entschlossen, um die gegenüber einem wesentlich teureren Neubau eingesparten Gelder anderweitig besser für die Bürger investieren zu können“, betonte Klees. Er könne sich auch nicht vorstellen, wie die Absicht der Isenburger FDP funktionieren solle, die das Hallenbad schließen und die Isenburger nach Sprendlingen schließen will – wenn die Dreieicher FDP eine Schließung des Sprendlinger Hallenbades vorschlage.

Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklären

Im Mittelpunkt der Rede Herbert Hunkels stand die wirtschaftliche Situation mit ihren weit reichenden Auswirkungen. „Wir können ein Defizit ganz gut verkraften, weil wir sehr gut aufgestellt sind“, ging Hunkel auf den Haushaltsfehlbetrag von fünf Millionen Euro ein. Den will er – als künftiger Bürgermeister – nicht durch Sparmaßnahmen oder gar Steuererhöhungen ausgleichen, sondern durch „sparsamen Umgang“ mit der Ressource Geld.

„Ich werde die Wirtschaftsförderung zur Chefsache erklären und mich insbesondere um den Shop West im Isenburgzentrum und das Güterbahnhofgelände kümmern“, betonte Hunkel. Von der U3-Förderung über die Familienzentren in der Gartenstraße und bald auch in der Kurt-Schumacher-Straße, über die Betreuung der Jugend und den Zuwendungen für die Vereine bis hin zum hohen Betreuungsstandard für Senioren“ sieht er die Hugenottenstadt in vorbildlicher Position. Nur im Sporthallenbereich gebe es Nachholbedarf. „Hier könnte eine Partnerschaft zwischen der Stadt und dem Kreis jedoch bald Abhilfe schaffen“, betonte Hunkel und bot an, dass die Stadt im Osten ein Gelände zur Verfügung stellt und der Kreis eine Sporthalle baut, die von drei Schulen genutzt werden könnte.

Auf dem ehemaligen Betriebshof möchte Hunkel eine „Bildungseinrichtung“ ansiedeln und den „außerirdischen Sohn“ Thomas Reiter besser herausstellen. Ab November 2011 soll mit dem Bau einer Sporthalle im Sportpark begonnen und dabei auch das Hallenbad saniert werden.

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