GPS-basierte Stadtrallye

Smartphone statt Stadtplan

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Mit Smartphone und Notizbuch gehen die Jugendlichen derzeit auf Erkundungstour, um Fakten für die Stadtrallye zu sammeln.

Neu-Isenburg - Eine kleine Gruppe Jugendlicher schlendert durch die Fußgängerzone in der Bahnhofstraße. Aufmerksam schauen sie sich um, sie machen Fotos und Notizen. Dann ziehen sie weiter bis zur TV-Halle. Auch dort macht einer Fotos, vor allem von den Graffitis an der Wand.

Weiter geht’s zum Rathaus, dort weckt der Gedenkstein Interesse. An wen oder was soll der erinnern? Und warum steht er gerade hier? Mögliche Fragen, die später als Aufgabe der Stadtrallye gefordert werden könnten. Also aufschreiben.

Über die Frankfurter Straße steuert die Gruppe die Stadtbibliothek an, verschwindet dann im Isenburg-Zentrum. Die Jugendlichen wollen möglichst viel sehen von ihrer Stadt, wollen Lieblingsplätze finden, aber auch hässliche Ecken ausmachen – und letztere später mit Hilfe von Bildbearbeitung und Videos virtuell verschönern; sich kreativ betätigen. Am Ende soll dabei eine mobile Stadtrallye entstehen. „Neu-Isenburg aus Deiner Sicht“ haben die Initiatoren vom Infocafé die Ferienspiel-Aktion genannt. „Wer die Stadt wie seine Westentasche kennt, ist bei uns richtig, wer sie noch kennen lernen will aber auch“, lautete die Einladung.

Eine GPS-basierte Stadtrallye

Alle gefundenen Plätze will die Gruppe nun in eine GPS-basierte Stadtrallye eingeben. Dafür haben sie gestern auf ihrer ersten Tour erste Fakten gesammelt, mit denen sie die App füttern wollen. „Wir haben aus dem Internet das Gerüst einer Rallye herunter geladen, diese sollen die Jugendlichen jetzt ganz gezielt für Neu-Isenburg mit Fakten ausgestalten“, erklärt Angelika Beranek. Zusammen mit Michael Grunewald, Referent für Umwelt und Technikentwicklung der Evangelischen Kirche in Hessen und Nassau, betreut die Sozialpädagogin das Projekt.

„Wir haben jetzt erst einmal Dinge gesammelt, die für uns als besonders auffällig erscheinen“, erläutert Dennis (12). Nun will die Gruppe unter Anleitung der beiden Betreuer einen „Roten Faden“ entwickeln und die gesammelten Fakten und Motive entsprechend anordnen. „Mir sind die unschönen Graffitis aufgefallen“, meint Tobias, der diese zwar als Erkennungspunkt in die Rallye eingebaut haben möchte – „aber als Negativbeispiel fürs Stadtbild“, betont er. Auch der „Kunststier“ vor der Stadtbibliothek soll als Fixpunkt in die Rallye, finden einige. „Was das mit der Platte auf dem Boden in der Mitte des alten Marktplatzes alles auf sich hat, das wollen wir noch im Detail herausfinden“, sagt der elfjährige Kurt.

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Bis morgen Nachmittag soll die Rallye stehen, samt Zielorten und Fragen. Die Jugendlichen wollen damit auch Menschen jeden Alters Lust machen, die Stadt besser kennen zu lernen. Ob dies gelungen ist, davon will sich morgen der Erste Stadtrat Stefan Schmitt überzeugen. Er nahm die Einladung des Infocafés an, die auch an alle interessierten Jugendlichen geht, morgen ab 15 Uhr den Weg der Rallye gemeinsam abzulaufen. Los geht’s am Infocafé in der Pfarrgasse.

lfp

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