Spielend Chinesisch lernen

Neu-Isenburg - Seit drei Jahren befindet sich die Albert-Schweitzer-Schule auf dem Weg zur Ganztagsschule. Im Schuljahr 2006/2007 starteten zum ersten Mal zwei Klassen des Jahrgangs eins als Ganztagsklassen. Von Katrin Diel

Mittlerweile gibt es insgesamt acht solche Klassen an der Schule. Zwei Stunden des Nachmittagsunterrichts für die Ganztagsklassen schreibt die Einrichtung als Wahlpflichtkurse aus. Zu den Angeboten, aus denen die Schüler wählen können, zählen Schwimmen, Tanzen oder Backen und seit neuestem auch Spanisch und Chinesisch.

Das hat sich ergeben, weil zum Team für die Ganztagsbetreuung eine Chinesin und eine Spanierin gehören, wie Schulsekretärin Susanne Schmidt erklärt. Bei Qun Wang lernen die Schüler chinesische Zeichen kennen, üben in einfachen Alltagssituationen die Aussprache und erfahren auch etwas über das Land und die Kultur. Yorka Martin will den Kindern die spanische Sprache spielerisch näher bringen, dabei kommen Bilder und Musik zum Einsatz.

Aus insgesamt 17 Wahlpflicht-Angeboten konnten die Kinder in diesem Schuljahr wählen und dabei drei Wünsche angeben. Je nach Kapazität der Kurse wurden sie dann eingeteilt. Die Angebote laufen in der Regel über ein Halbjahr. Die Teilnahme ist verpflichtend, da bei den Ganztagsklassen der Unterricht auf den Vormittag und den Nachmittag verteilt ist. Die Wahlpflichtkurse werden im Zeugnis vermerkt. Am Ende des Halbjahres, voraussichtlich am 25. Januar, präsentieren die Kinder, was sie in den Kursen gelernt haben.

Großen Wert legt die Schule auf Praxisnähe

Der Wahlpflichtunterricht wird altersübergreifend erteilt, bestimmte Angebote wie die Forscherwerkstatt oder die Schülerzeitung sind allerdings erst für Kinder ab dem zweiten oder dritten Schuljahr geeignet. Großen Wert legt die Schule auf Praxisnähe. Die Größe der Gruppen variiert. Während bei Musical oder Zirkus mehr Aufgaben verteilt werden und somit auch mehr Kinder mitmachen können, wird zum Beispiel bei der Glaskunst in einer kleineren Gruppe gearbeitet.

Die Schwimmkurse, die sich großer Beliebtheit erfreuen, gibt es für Anfänger sowie für Kinder, die bereits das Seepferdchen gemacht haben. Im Tanzstudio lernen die Schüler der Zirkus-Gruppe bei Christine Schäfer akrobatische Kunststücke und trainieren ihre Koordination.

Beim Plastizieren wird viel „gematscht“: Die Kinder lernen Materialien wie Gips, Ton oder Pappmaché kennen und basteln daraus Skulpturen. Beim Backen probieren die Kinder sich nicht nur an Kuchen und Plätzchen, sondern erfahren dabei auch noch etwas über Lebensmittel, Maßeinheiten und die Nutzung von Küchengeräten. Spülen und Aufräumen gehört natürlich ebenfalls mit dazu.

Neu im Angebot ist der Musical-Kurs, der über das ganze Jahr läuft. Ziel ist die Produktion des Musicals „Der Mops vom Hugelberg“. Chor- und Sologesang, Tanz und Schauspiel, Bühnengestaltung und Kostüme gehören mit dazu. Zu diesem Projekt können auch Schüler aus den Halbtagsklassen dazustoßen. Für die Kinder, die keine Ganztagsklasse besuchen, stehen außerdem verschiedene AGs zur Wahl, häufig in Zusammenarbeit mit Sportvereinen oder der Musikschule: Fußball, Schulband, Tanz, Französisch oder Handarbeiten zählen zu den Angeboten.

In der Ganztagsbetreuung gibt es an der Schule derzeit Plätze für rund 200 Schüler.

Rubriklistenbild: © dpa

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