Förderprogramm des Landes

Stadt Neu-Isenburg ist Modellkommune zur Digitalisierung

Digitalisierung ist nicht zuletzt durch die Corona-Pandemie zum großen Thema und zu einer drängenden Aufgabe geworden. Bei der Bewältigung kommt der Stadt nun eine besondere Rolle zu. Denn Neu-Isenburg wird zu einer OZG-Modellkommune. OZG steht für Onlinezugangs-Gesetz.

Neu-Isenburg - Der hessische Innenminister Peter Beuth und Digitalministerin Prof. Dr. KristinaSinemus wollen mit einem Förderprogramm die Digitalisierung stärken, um den Bürgerinnen und Bürgern den Zugang zur Verwaltung zu vereinfachen. Insgesamt wurden von der Landesregierung 15 Kommunen ausgewählt, die wegweisende Digitalisierungsprojekte geplant haben.

„Gerade jetzt in der Corona-Pandemie hat sich bewährt, dass wir bereits im November 2017 mit der Umsetzung des Onlinezugangsgesetzes begonnen haben und viele Dienstleistungen der Stadt online zur Verfügung stellen“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. Neu-Isenburg befinde sich auf dem Weg zur smart city. „Wir wollen unsere Vorreiter-Rolle im Bereich der Digitalisierung als fortschrittliche und bürgerorientierte Kommune weiter ausbauen. Die Ernennung zur OZG-Modellkommune ist für uns eine große Bestätigung unserer Arbeit“, so der Verwaltungschef.

Die Umsetzung des OZG sei dann erfolgreich, wenn die Onlinedienstleistungen von allen Einwohnern sowie Unternehmen akzeptiert und tatsächlich genutzt werden. Die Stadt erfüllt die Fördervoraussetzungen laut Hunkel wegen der bürgerfreundlichen digitalen Service-Strategie. Insgesamt bietet Neu-Isenburg aktuell 25 Dienstleistungen über das städtische Internetportal neu-isenburg.de unter dem Stichwort Onlineservice an.

Dzenana Sabic, Stabsstelle Digitalisierung, betont: „Wichtig ist, dass wir uns die Prozesse anschauen und zu nutzerfreundlichen Anwendungen optimieren. Die Nutzerfreundlichkeit hat oberste Priorität bei allen digital angebotenen Verwaltungsleistungen. Die Sicht der Nutzerinnen und Nutzer steht im Vordergrund.“

Mit den Mitteln des Landes werden über drei Jahre in Neu-Isenburg Projekte in Höhe von 87 000 Euro gefördert. Unter anderem sollen Angebote rund um die Elternkommunikation in den Kinderbetreuungseinrichtungen ausgebaut werden. Bereits seit dem 1. Dezember des vergangenen Jahres ist das Online-Portal „WebKITA Neu-Isenburg“ aktiv, mit dem Eltern den Bedarf für die Kindertagesbetreuung digital anmelden können. Diese erhalten frühzeitiger eine Rückmeldung zu ihrem Betreuungswunsch und können in einem festgelegten Zeitraum aus mehreren, gleichzeitig vorliegenden Platzangeboten zu ihren Vormerkungen auswählen. „Die Verwaltungsprozesse zwischen Eltern, Kinderbetreuungseinrichtungen und dem Fachbereich rund um die Vergabe der Betreuungsplätze haben damit an Einfachheit und Transparenz gewonnen“, versichert Sabic.

Zur weiteren Verbesserung in Sachen Digitalisierung soll in diesem Jahr mit den Fördermitteln eine browserbasierte Web-App zur direkten Elternkommunikation entwickelt werden. Für 2022 ist ein Service-Terminal für das Rathaus beziehungsweise die Bürgerämter in Vorbereitung, mit dem auf alle eingeführten Online-Leistungen zugegriffen werden kann. hok

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