Stadtbrandinspektor Werner mit Ehrenbrief des Landes Hessen ausgezeichnet

Überraschung zum Dienstjubiläum

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Landrat Oliver Quilling (links), Hartmut Honka (hinten) und Bürgermeister Herbert Hunkel (rechts) gratulierten Stefan Werner mit seiner Frau Kornelia und Tochter Larissa zum Dienstjubiläum und der Auszeichnung mit dem Landesehrenbrief.

Neu-Isenburg - 25 Jahre Ehrenbeamter – genug Anlass zu feiern. Doch Landrat Oliver Quilling hatte für Stefan Werner noch eine Urkunde dabei, von der der Stadtbrandinspektor vor der Feier gar nichts wusste. Die Überraschung war gelungen.

Zunächst wirkte alles nicht besonders auffällig: Rund 50 Feuerwehrleute aus Isenburg und Zeppelinheim waren am Mittwochabend gekommen, weil Bürgermeister Herbert Hunkel im Namen der Stadt zu einer Feier in den Feuerwehrstützpunkt geladen hatte. Anlass: Das 25-jährige Dienstjubiläum von Stadtbrandinspektor Stefan Werner als Ehrenbeamter. Doch dann gab’s s eine Überraschung. Und zunächst reichlich lobende Worte. „Stefan Werner ist bescheiden und zurückhaltend, dabei aber immer hoch professionell. Er weiß einfach was wann zu tun ist.“ „Der Einsatz kann noch so stressig sein, die Lage noch so kompliziert – der Stadtbrandinspektor ist nicht aus der Ruhe zu bringen.“ Der 55-Jährige ist seit 15 Jahren als Stadtbrandinspektor für die beiden Feuerwehren in Isenburg verantwortlich.

Es war der Landrat, der plötzlich eine große Mappe in der Hand hielt. „Das was hier jetzt passiert, hat im Wesentlichen drei Funktionen“, so Oliver Quilling, „aber die Erklärung schiebe ich hinterher, jetzt gratuliere ich erst mal.“ Sprach es und ließ den Landtagsabgeordneten Hartmut Honka aus der Urkunde vorlesen, die er aus der Mappe zauberte. „Zur Würdigung langjähriger ehrenamtlicher Leistungen werden Stefan Werner für die Verdienste um die Gemeinschaft Dank und Anerkennung ausgesprochen.“ Während Honka die vom Ministerpräsidenten Volker Bouffier unterschriebene Urkunde übergab, steckte Quilling Werner die zugehörige Ehrennadel an („der weitaus gefährlichere Teil des Jobs…“). Anschließend gab es noch Blumen für Werners Ehefrau Kornelia, die genau wie die gemeinsame Tochter Larissa ebenfalls bei der Feuerwehr engagiert ist.

Quilling, einst selber Bürgermeister von Neu-Isenburg, stellte auch die besonders zuverlässige und kompetente Arbeit von Stefan Werner heraus. „Aber so ruhig und kompetent er auch erscheint, so nachhaltig kann er aber auch Wünsche für seine Feuerwehr einfordern“, verwies Quilling auf die andere Seite des Stadtbrandinspektors. „Wenn wir etwas von Werner auf den Tisch bekamen, dann wussten wir, das hat Hand und Fuß“, betonte Quilling. Und ging anschließend noch auf die eingangs erwähnten drei Funktionen ein, die mit der Verleihung des Ehrenbriefes verbunden seien: „Zum einen soll das Engagement des Geehrten gewürdigt werden. Zweitens sollen die, die bislang noch kein Ehrenamt ausüben, angeregt werden, sich gleichermaßen freiwillig zu betätigen. Außerdem wird drittens mit der Verleihung die Hoffnung verbunden, dass Sie noch lange Zeit mit dem gleichen Enthusiasmus und Sachverstand in Ihrer Funktion weiter machen. Da habe ich aber keine Bedenken. Die Wehr ist Teil Ihres Lebens, das bekommen wir immer wieder bewiesen.“

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Zu den Gratulanten gehörte auch der Stadtbrandmeister aus Isenburgs thüringischer Partnerstadt Weida, Silvio Schettler. Nach teils sehr persönlichen Grußworten war Werner seine Überraschung immer noch anzusehen. In seinen Dankesworten merkte er an, ein Stück weit sei das alles doch selbstverständlich, dennoch freue er sich natürlich über die Auszeichnung und die vielen guten Worte. Der in Isenburg geborene Werner kam 1974 als 13-Jähriger zur Jugendfeuerwehr. Im März 1978 wechselte der gelernte Verwaltungsfachwirt in die Einsatzabteilung. Von 1991 bis 2001 war er stellvertretender Stadtbrandinspektor, bevor er 2001 Stadtbrandinspektor wurde.

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