Ehrenamtlicher Magistrat hat künftig zehn Mitglieder / Termin für Bürgermeisterwahl steht fest

Stadtregierung in Neu-Isenburg wird größer

Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel wird nicht noch einmal antreten. Ein Nachfolger wird am 26. September gesucht.
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Neu-Isenburgs Bürgermeister Herbert Hunkel wird nicht noch einmal antreten. Ein Nachfolger wird am 26. September gesucht.

Der Bürgermeister der Hugenottenstadt soll am Sonntag, 26. September, gewählt werden. Sollte eine Stichwahl notwendig sein, wird diese am Sonntag, 10. Oktober, stattfinden. Das haben die Mitglieder der Stadtverordnetenversammlung am Mittwochabend in ihrer zweiten Sitzung der neuen Legislaturperiode einstimmig beschlossen.

Neu-Isenburg - Die Amtszeit von Bürgermeister Herbert Hunkel endet am 10. April 2022. Erwartungsgemäß geht die Direktwahl mit dem Beschluss nun in Isenburg gemeinsam mit der Bundestags- und Landratswahl über die Bühne. Das hat laut Magistrat mehrere Vorteile: Durch die Zusammenlegung könne der Verwaltungsaufwand deutlich reduziert werden, „zudem verringern sich die Wahlkosten“. Und es stelle auch für die Bürger und insbesondere die ehrenamtlichen Wahlvorstände eine Entlastung dar.

Dass der langjährige Rathauschef Hunkel (76) sich nicht ein weiteres Mal zur Wahl stellt, steht bereits fest. Eine Kandidatur angekündigt haben bislang Oliver Gröll, der für die Grünen ins Rennen um die Verwaltungsleitung gehen will, und Gene Hagelstein, der für die SPD antritt. Bei den Christdemokraten steht die offizielle Kandidatenkür noch aus. Erster Stadtrat und CDU-Chef Stefan Schmitt hat auf Anfrage bestätigt, dass er zu einer Kandidatur bereit sei. Die Entscheidung fälle aber eine Mitgliederversammlung seiner Partei am 28. Mai. Auch bei der FDP gibt es Überlegungen. Und wer weiß, ob es nicht noch weitere Bewerber geben wird.

Weitere wichtige Entscheidungen vom Mittwoch: Die Stadtregierung wird größer. Die Zahl der ehrenamtlichen Magistratsmitglieder steigt von acht auf zehn. Um dies zu ermöglichen, hat das Parlament die Hauptsatzung geändert. Diese Entscheidung ist auch der Grund, warum der neue Magistrat erst in der Juni-Sitzung gewählt wird: Satzungsänderung und Wahl am gleichen Termin schließen einander aus.

Wie in der vergangenen Legislaturperiode wird die politische Arbeit im Stadtparlament in vier Ausschüssen vorbereitet und unterstützt. Die sollen wie folgt heißen: Haupt-, Finanz- und Digitalisierungsausschuss, „Bau, Planung, Umwelt, Verkehr und Stadtentwicklung“, „Familie, Jugend, Senioren und Soziales“ sowie „Kultur, Sport, Ehrenamt und Vielfalt“.

Sie werden jeweils elf Mitglieder haben. Die Sitze verteilen sich wie folgt: CDU vier, SPD zwei, Grüne drei, FDP und AfD jeweils einen. Linke und FWG haben zwar keinen Sitz, erhalten aber – wie gehabt – das Recht, „mit beratender Stimme“ an den Ausschusssitzungen teilzunehmen.  hov

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