Beherzter Griff in den Fördertopf

Stadtumbau: Magistrat hofft auf Finanzspritze für 17 Projekte

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Eine Voruntersuchung für 200.000 Euro soll klären, wie sich der Gebäudekomplex Hugenottenhalle und Stadtbibliothek zum modernen Kultur- und Bildungszentrum umgestalten lässt.

Neu-Isenburg – Schritt für Schritt will das ehrgeizige Ziel Stadtumbau „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“ erreicht sein. Seit 2017 feststand, dass Isenburg aufgenommen ist in das Förderprogramm des Landes Hessen, ist zwar noch nichts zu sehen – doch vieles wurde in Gang gesetzt. Von Barbara Hoven 

Da derart grundlegende Veränderungen, wie die Stadt sie angehen will, eine fundierte Vorarbeit brauchen, lassen sich die nächsten Schritte unter dem Motto „Erst planen, dann umbauen“ zusammenfassen. Ob Voruntersuchung zur Umgestaltung des Gebäudekomplexes Hugenottenhalle und Stadtbibliothek oder Verkehrskonzept für den Bereich der Frankfurter über die Bahnhofstraße bis zum Isenburg-Zentrum: Bei den knapp 1,1 Millionen Euro an Kosten, die die Stadt nun beim Land fürs Jahr 2019 anmeldet, stehen Untersuchungen, Konzepte und Machbarkeitsstudien im Fokus.

Über einen Zeitraum von zehn Jahren kann Neu-Isenburg nun jährlich konkrete Anträge stellen. „2018 fanden zahlreiche Veranstaltungen mit Bürgern sowie den sogenannten Lokalen Partnern statt“, ruft Bürgermeister Herbert Hunkel in Erinnerung. „Die jetzt beantragten Projekte ergeben sich aus diesem Beteiligungsverfahren.“

Insgesamt 17 einzelne Projekte hat der Magistrat für 2019 angemeldet. Allerdings: Noch handelt es sich streng genommen nur um ein Wunschkonzert – denn mit einem Bescheid wird frühestens Ende des Jahres gerechnet. Welche Projekte im Fördergebiet „Vom Alten Ort zur Neuen Welt“ bewilligt werden, entscheidet das Land.

Studien & Konzepte

Beantragt wurden beispielsweise Gelder für Studien, Konzepte oder Untersuchungen in Höhe von 800.000 Euro – darunter 200. 000 Euro für die Voruntersuchung zur Umgestaltung von Huha und Stadtbibliothek oder 200. 000 Euro für ein Verkehrskonzept für die Verbindung der Frankfurter Straße, der Bahnhofstraße und der Fußgängerzone. Hauptziel bei letzterem Punkt: die Verkehrsbelastung zu verringern.

Farblos, unattraktiv, wenig einladend: Die Kaiserpassage, eine kleine, aber wichtige Achse zwischen Bahnhofstraße und Wilhelmsplatz (vorne quert die Frankfurter, gegenüber beginnt die Fußgängerzone), bietet derzeit keinen schönen Anblick

Eine Machbarkeitsstudie für 30.000 Euro soll klären, wie sich der Alte Ort optimal gestalten lässt; weitere 200.000 Euro sind veranschlagt für Planungsleistungen für die Umgestaltung der Straßen und Wege im historischen Herzen der Stadt. Dabei im Fokus: „die Umsetzung eines barrierefreien Kopfsteinpflasters im gesamten Alten Ort“. Auch ein Konzept für eine Gestaltungsfibel zur Verschönerung der Frankfurter Straße (30.000 Euro) oder eine Nutzungsanalyse samt Konzept für Einzelhandel und Gastronomie (40.000 Euro) stehen an.

Vorschläge zur Entlastung der Parkplatzsituation im Stadtkern erhofft sich die Stadt von einem Parkraumkonzept; 30.000 Euro sind dafür angefragt.

Konkrete Projekte

Für konkrete Gestaltungsmaßnahmen werden in 2019 rund 120.000 Euro beantragt. Darunter fallen 30.000 Euro für die Verschönerung der sogenannten „Kaiserpassage“. Gemeint ist die Verbindung von der Fußgängerzone Bahnhofstraße in Höhe der Frankfurter Straße zum Wilhelmsplatz. Dieser Durchgang sieht derzeit alles andere als einladend – um nicht zu sagen schäbig – aus. Oder, wie Hunkel es formuliert: „Die derzeitige Gestaltung ist für die Bedeutung dieser Achse nicht angemessen.“ Ziel sei es daher, die Passage in Richtung der Frankfurter Straße besser wahrnehmbar zu machen. Die Stadt will neue Beleuchtung, neuen Bodenbelag und eine Sanierung der Fassade. Das soll nicht nur für eine angenehme Atmosphäre sorgen, sondern auch das Sicherheitsgefühl der Passanten erhöhen.

Mehr Menschen sind dauerhaft arm - oder reich

60.000 Euro will der Magistrat für die Stadtmöblierung im Alten Ort und auf der Frankfurter Straße ausgeben, weitere 30.000 Euro sind angesetzt für neue Leuchten im Quartier IV. Die alten Pollerleuchten im Bereich des Spielplatzes sollen durch zeitgemäßere LED-Lampen ersetzt werden – auch, um den Platz besser auszuleuchten und so Vandalismus vorzubeugen.

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