CDU erwartet aufregendes Jahr

Große Veränderungen stehen an

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Die CDU um den Vorsitzenden Stefan Schmitt (Sechster von rechts) empfing zu ihrem Neujahrsempfang Pfarrer i.R. Matthias Loesch (Siebter von links), Landtagsvizepräsident Frank Lortz (Fünfter von rechts) und den CDU-Bundestagsabgeordneten Björn Simon (Dritter von links). Schmitt ging auch auf die anstehenden Themen für 2019 ein, über die bei der Jahrespressekonferenz ausführlicher gesprochen wurde.

Neu-Isenburg – Stadtumbau, die Sanierung der Hugenottenhalle mit der Stadtbibliothek und mehr Sauberkeit für die Frankfurter Straße – das sind Themen, die auf der Agenda der CDU für 2019 stehen. Von Nicole Jost

Das Geheimnis um einen potenziellen Bürgermeisterkandidaten für die Wahl 2021 will die Partei noch nicht lüften. Es wird ein aufregendes Jahr für Neu-Isenburg, sind die Christdemokraten überzeugt: „Unsere Stadt steht vor so großen Veränderungen, wie wir sie zuletzt in den 60er Jahren erlebt haben. Der Stadtumbau wird eine Herausforderung und wir sind froh, dass wir in der Planung und Bürgerbeteiligung schon so weit sind“, sagt Oliver Gröll, Vorsitzender des Ausschusses für Bau, Planung, Umwelt und Verkehr, bei der Jahrespressekonferenz. Jetzt gehe es darum, die Voraussetzungen zur Umsetzung zu schaffen. Der Alte Ort stehe in einem besonderen Fokus, den gelte es aufzuwerten und diesen auch mit der Frankfurter Straße und der „neuen Welt“, also dem Stadtquartier Süd, bestmöglich zu verbinden.

Parteichef Stefan Schmitt lenkt den Blick auch auf die bestehende Infrastruktur, die es zu erhalten und zu verbessern gelte. „Beim Stadtumbau dürfen wir auch die Bestandsimmobilien nicht vergessen. Gerade in der Fußgängerzone gilt es, die sinnvolle Nachfolgenutzung anzustoßen. Natürlich brauchen wir für diesen Prozess die Hauseigentümer.“ Dem Ersten Stadtrat schwebt vor, aus mehreren kleinen Einheiten eine größere für attraktivere Verkaufsflächen zu realisieren. „Das geht vermutlich nur über entsprechende Förderprogramme und darüber, mit Geld Anreize zu schaffen“, so Schmitt.

Ein ganz großes Thema ist es, die Sanierung der Hugenottenhalle und der Stadtbibliothek in Gang zu bringen. „Uns schwebt ein Kultur- und Bildungszentrum vor, das sich an den gesellschaftlichen Veränderungen orientiert und ein Ort der Kommunikation sein soll“, kündigt Joachim Großpersky, CDU- Sprecher im Ausschuss für Kultur, Sport und Weiterbildung, an. Fraktionschef Patrick Föhl ist überzeugt, dass jetzt Bewegung in die Sache kommt: Er erwartet bis Mitte des Jahres einen Entwurf für den Kulturtempel. Für Schmitt ist es sinnvoll, über die Gründung einer eigenen Gesellschaft für Huha und Bibliothek nachzudenken. So könne man die viele Millionen Euro teure Baustelle vom städtischen Haushalt abkoppeln. Ob der Komplex abgerissen und neu gebaut oder im Bestand saniert werde, sei noch nicht abschließend entschieden.

Über Investitionen können sich auch die Sportler freuen. Nach der Sanierung der Laufbahn folge auf der Prioritätenliste der Hartplatz der Fußballer. „Wir sollten das angehen, damit die Liste sich nicht zu einem großen Stau anwächst. Ein zweiter Kunstrasenplatz würde dem Sportpark gut stehen“, ist der Erste Stadtrat überzeugt.

Silvesterball in der Hugenottenhalle: Fotos

Zuversichtlich ist er auch im Hinblick auf ein weiteres Projekt: „Ich hoffe, wir können im nächsten Winter unsere Runden auf der Eisbahn auf dem Rosenauplatz drehen. Ich starte jetzt auf jeden Fall meine Tour zu den Sponsoren.“

Sicherheit und Ordnung sind weitere Themen. Den Fraktionsmitgliedern missfällt der Ruf der Frankfurter Straße, dass sie dreckig und schmuddelig ist. Schmitt bezeichnet die Straße als Visitenkarte der Stadt, die ordentlich sein müsse. Er scheue auch nicht vor einer Straßenreinigungssatzung zurück. Wenn es die Anwohner nicht schaffen, den Platz vor ihrer Haustür sauber zu halten, dann müssten sie eben dafür bezahlen.

Fraktionsvorsitzender Patrick Föhl sieht nach dem Bruch mit der FDP eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Grünen und der FWG. Es müssten Kompromisse gefunden werden, aber dies laufe kollegial und zielorientiert. Zum Thema Bürgermeisterwahl wollen die Christdemokraten noch keine Namen nennen – einen eigenen Kandidaten werden sie 2021 aber in jedem Fall stellen, erklären Schmitt und Föhl unisono.

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