Stadtverordnetenversammlung

Gravenbruch und Quartier Süd: Die erhoffte Vielfalt

Neu-Isenburg - Ein einstimmiges Ja für das Konzept zum Ausbau der nachschulischen Betreuung an der Ludwig-Uhland-Schule – samt Erweiterungsbau, in dem eine für alle offene Stadtteilbibliothek für Gravenbruch nach dem Vorbild des Bildungszentrums West eingerichtet werden soll. Von Barbara Hoven

Zustimmung aller Fraktionen auch zum Vorschlag des Magistrats, durch eine Ergänzung der Gefahrenabwehrverordnung ein Rauchverbot auf allen 45 Spielplätzen durchzusetzen; entsprechende Zusatzsymbole auf den bereits vorhandenen Schildern werden bald auf das Verbot hinweisen. Diesen und allen anderen Voten ging am Mittwochabend eine Sitzung der Stadtverordneten voraus, die selbst gemessen an Isenburgs grundsätzlich sehr sachlicher und in der Regel konstruktiver politischer Diskussionskultur als besonders friedlich bezeichnet werden kann.

Mit Blick auf die letzte Zusammenkunft des Gremiums im Februar war das diesmal nicht unbedingt zu erwarten gewesen – waren dort doch beim Thema Altstadtfest die Emotionen hochgekocht. Nach weiteren Gesprächen im Ausschuss stand der Antrag der Grünen zum Traditionsfest nun erneut im Parlament auf der Tagesordnung. Diesmal lag den Politikern dazu ein Konzept der Verwaltung zur Belebung des Fests, das an Attraktivität verloren hat, vor – mit Vorschlägen wie einer Erweiterung der Öffnungszeiten (Freitag und Samstag je bis 1 Uhr).

Zwar gebe es einige Punkte in diesem Konzept, die sie kritisch sehe, sagte Grünen-Fraktionschefin Maria Sator-Marx. Sie frage sich etwa, ob eine aufwendige Illumination angesichts von Ständen, die die sicher teils attraktive Kulisse verdeckten, lohne, oder ob die Idee der kleinen Bühnen nicht dazu führe, dass kein Verein dort werde tanzen können. „Vor allem fehlt mir die Einbindung der Schulen“, betonte Sator-Marx. Dennoch werde ihre Fraktion nun vorerst auf ihren Antrag verzichten. „Denn fürs Erste können wir bei allen kritischen Anmerkungen mit den Anregungen, die gemacht wurden, leben“, so ihr Fazit. Nun werde man erst einmal schauen müssen, wie sich das Fest in diesem Sommer entwickelt.

Alle Artikel zum Quartier Süd im Stadtgespräch

Was die Entwurfswerkstatt zum Stadtquartier Süd an Ideen und Erkenntnissen gebracht hat, stellte Erster Stadtrat Stefan Schmitt den Parlamentariern vor. Sechs Planungsbüros hatten bekanntlich ihre Ideen fürs künftige Quartier präsentiert, und auch die Meinung der Bürger war gefragt. Schmitt erläuterte nun kurz die Vorschläge des Empfehlungsbeirats, der auf der Basis der Bewertungen und Diskussionen mit den Isenburgern einvernehmlich Empfehlungen für die weitere Planung ausgesprochen hat. Diese sind inzwischen auch in einer schematischen Darstellung visualisiert worden (siehe Bild). „Alle Vorschläge der Isenburger, jeder Zettel, jeder Kommentar wurde beachtet und alles ist eingeflossen in den ausführlichen Bericht“, betonte der Erste Stadtrat. Vor allem habe sich auch der Ansatz bewährt, verschiedene Büros mit der Suche nach Vorschlägen zu beauftragen. Dies habe die erhoffte Vielfalt an Ideen beschert, nun könne in Ruhe ausgewählt werden.

Ein ruhiges Wohnquartier entlang einer von Norden nach Süden verlaufenden Grünfläche, insgesamt ein Anteil von 60 Prozent Wohnen und 40 Prozent Gewerbe, das in den Randbereich und auf dem DLB-Gelände angesiedelt wird – dies sind nur einige Punkte, die der Beirat empfiehlt.

Die nächste Bürgerbeteiligung ist für Donnerstag, 11. April, 18 Uhr, im Rathaus angesetzt. Dann sollen die bisherigen Erkenntnisse weiter beraten werden. Wer sich vorher genauer mit der Materie auseinandersetzen möchte, hat dazu reichlich Gelegenheit: Alle Entwürfe sind im Rathaus einzusehen oder im Internet.

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