Resonanz eher dürftig

Stadtwerke feiern Jubiläum im Waldschwimmbad

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Das Babyschwimmen ist fester und gefragter Bestandteil des Kursangebots im Waldschwimmbad. Im Rahmen des Bürgerfests zum 120-jährigen Bestehen der Stadtwerke konnten Interessierte eine Stunde mitverfolgen.  

Neu-Isenburg - Vor 120 Jahren, am 10. Februar 1898, hat der Neu-Isenburger Gemeinderat die richtungsweisende Entscheidung zum Bau eines Elektrizitäts- und Wasserwerks getroffen und damit den Grundstein zur Bildung der heutigen Stadtwerke gelegt. Von Leo F. Postl 

Das Jubiläum wurde nun sommergerecht im Waldschwimmbad gefeiert. „Unser Jubiläum wollen wir heute mit einem großen Fest gemeinsam mit unseren Kunden, den Bürgern Neu-Isenburgs, hier im Waldschwimmbad feiern“, begrüßt Stadtwerke-Geschäftsführer Kirk Reineke die Besucher und Ehrengäste. Wieso wird im Waldschwimmbad gefeiert? Das Bad ist seit 2002 der jüngste Betriebsteil der Stadtwerke.

Spektakuläres boten die DLRG-Strömungsretter mit ihren Abseil-Demonstrationen. Das Bild zeigt Taucher Erik Friedrich in Aktion.

In seiner Rede verweist Reineke auf eine aktuelle Erhebung der Stiftung Warentest: „Ihr zufolge ist das Waldschwimmbad Neu-Isenburg das beliebteste Bad in der Rhein-Main-Region und eines der beliebtesten Bäder Deutschlands.“ Die Beliebtheit lasse sich eindrucksvoll an den Besucherzahlen ablesen. „Am vergangenen Wochenende haben rekordverdächtige 8 500 Badegäste bei uns Abkühlung gesucht und aufs Jahr gesehen zählen wir aktuell schon mehr als 120.000 Besucher.“

Hohe Besucherfrequenz bedeutet naturgemäß hohen Aufwand und besondere Herausforderungen für Personal und Badtechnik. „Dank der hohen Motivation unserer Mitarbeiter laufen auch solche Stoßzeiten zur vollsten Zufriedenheit unserer Gäste ab“, betont Reineke. Damit das Waldschwimmbad in den nächsten Jahren ein Publikumsmagnet bleibe, müsse die Substanz erhalten werden. „Deshalb werden wir im Winterhalbjahr die Wasseraufbereitung erneuern. Die Sanierung des Nichtschwimmerbeckens wird wohl in einem der nächsten Jahre auf dem Plan stehen“, verweist der Stadtwerke-Chef auf nötige Investitionen.

Am Samstag steht freilich das Jubiläum 120 Jahre Stadtwerke im Mittelpunkt. Leider findet das Programm des Bürgerfests im Bad trotz freien Eintritts nicht die erhoffte Resonanz. „Vielleicht ist es den Leuten jetzt einfach zu kalt nach der langen Hitzeperiode“, vermutet Hans-Ulrich Kimpel, Bereichsleiter Vertrieb und Energiehandel der Stadtwerke. Dabei sind das Schnuppertauchen des Tauchklubs „Neptuns Freunde“, die verschiedenen Rettungsübungen der DLRG-Ortsgruppe und erst recht die Abseil-Demonstrationen der DLRG-Strömungsretter absolut sehenswerte Aktionen. Im Hallenbad kann an der Kletterwand geturnt, beim Aqua Cycling gegen den Strom geradelt oder auch nur das Babyschwimmen mitverfolgt werden. Für Speis und Trank ist ebenfalls bestens gesorgt.

Bilder: Open Doors in Neu-Isenburg

Die Stadtwerke blicken derweil voraus und wollen laut Kirk Reineke ihre Stellung als kommunaler Dienstleister weiter ausprägen. Hier sieht der Geschäftsführer vor allem im Ausbau der Wärmeversorgung viel Potenzial.

Großes Lob für die Stadtwerke gibt es sowohl vom Ersten Stadtrat Stefan Schmitt, der den immer noch außer Gefecht gesetzten Bürgermeister Herbert Hunkel vertritt, als auch von Landrat Oliver Quilling, „Unsere Stadtwerke sind ein geachteter, kompetenter und seriöser Partner der Bürger“, konstatiert Schmitt. „Es gibt nur vier Kommunen im Kreis Offenbach mit eigenen Stadtwerken und die Neu-Isenburger ist die einzige, die eine hundertprozentige Tochter der Stadt ist“, ergänzt Quilling und dankt allen am Jubiläumsfest Beteiligten.

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