Start-up-Unternehmen „Make Health“

Er sorgt für mehr Gesundheit am Arbeitsplatz

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Erst 26 und schon mit zwei Start-ups auf Erfolgskurs: Vor allem in der Gesundheitsbranche sieht Dominik Stuckmann erhebliches Wachstumspotenzial.

Neu-Isenburg – Die Krankheitstage steigen, Mitarbeiter fallen über Wochen mit Bandscheibenvorfall oder Burnout-Symptomen aus und das Arbeitsklima leidet unter gestressten Mitarbeitern, die vor lauter Arbeit verpassen, zu entspannen. Von Nicole Jost

Dominik Stuckmann hat es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, Arbeitgeber für ein gutes betriebliches Gesundheitsmanagement zu begeistern sowie ihnen mit Konzepten und Programmen zur Seite zu stehen. Mit seinem Start-up-Unternehmen „Make Health“ will der studierte Sportwissenschaftler mit Mastertitel im Fachbereich Management für mehr Gesundheit an den Arbeitsplätzen in der Region sorgen.

„Gesundheitsförderung im Unternehmen ist ja ein freiwilliges Angebot der Arbeitgeber. Ich bin aber davon überzeugt, dass jeder in die Mitarbeiter und deren Gesundheit investierte Euro mittelfristig in das Unternehmen zurückfließt: durch bessere Arbeitsleistung, weniger Krankheit und durch zufriedene Mitarbeiter auch eine langfristigere Bindung an das Unternehmen“, ist der 26 Jahre alte Neu-Isenburger überzeugt. Gemeinsam mit seinen fünf Mitarbeitern, Personaltrainer, Ernährungswissenschaftler und Physiotherapeuten, bietet er von der betrieblichen Rückenschule oder einer einmal wöchentlichen Massage-Auszeit bis zum Rund-um-Betreuungspaket mit Sportangeboten, Seminaren rund um Ernährung, Bewegung und gesunde Arbeitsplätze alles an. Auch Arbeitsschutz und Wiedereingliederung sind dabei wichtige Themen.

Stuckmann selbst ist wohl der beste Repräsentant für sein Unternehmen: Als amtierender Deutscher Meister im Tischtennis sehr sportlich, brennt er leidenschaftlich für sein noch junges Unternehmen. Mit leuchtenden Augen spricht er darüber, das employer branding zu stärken und mit Hilfe von Burnout-Prävention langfristig gute Erfolge erzielen zu können.

Zehn blutdrucksenkende Lebensmittel

Achtsamkeit und Stressmanagement sind weitere Schlagworte. „Nie war das Thema Gesundheit und Gesundheitsförderung so aktuell wie heute. Der Markt streitet sich um qualifiziertes Personal, da können Firmen mit einem Gesundheitsangebot punkten. Unsere Aufgabe ist es dann, nicht die ohnehin sportlichen und gesundheitsinteressierten Mitarbeiter eines Unternehmens zu erreichen. Wir können es durch attraktive Angebote schaffen, eben auch die Mitarbeiter für Bewegung zu gewinnen, die bislang nicht so viel Freude an Sport hatten“, wirbt Dominik Stuckmann.

Mit Check-up-Gutscheinen, modernen Gadgets wie einer App und Sportuhren und kleinen Wettbewerben bekommen die Sportmuffel motivierende Anreize geboten. Er betont, dass Gesundheitsförderung selbst für das kleinste Unternehmen sinnvoll sei, auch wenn es vielleicht nur einen Programmpunkt aus den vielen Modulen von Make Health buchen kann. Alle Kurse seien zertifiziert und damit auch zuschussfähig durch die Krankenkassen.

Stolz ist der Jungunternehmer auf einen ersten „großen Fisch“ aus dem Becken des Rhein-Main-Unternehmensspeckgürtels: „Wir haben einen Großkunden mit 400 Mitarbeitern gewonnen, für den wir einen eigenen Trainer für das komplette Programm von Sport- und Seminarangeboten abgestellt haben“, freut er sich über diesen schönen Erfolg.

Der Absolvent des Frankfurter Sportgymnasiums Carl-von-Weinberg-Schule hat trotz seines noch jungen Alters bei der Firmengründung Erfahrung: Make Health ist bereits das zweite Start-Up von Stuckmann. Der Isenburger hat schon zu Uni-Zeiten „Space Butler“ gegründet, eine Firma, die kostengünstig Möbel einlagert und Umzüge organisiert. Der Verkauf seines ersten Unternehmens, das zuletzt zehn Mitarbeiter beschäftigte, bietet ihm jetzt die Grundlage und das notwendige Kapital für das neue Projekt. „Es war ein großer Schritt für mich, Space Butler zu verkaufen, denn wir waren sehr erfolgreich. Aber das Thema Sport und Gesundheit ist mir viel näher als Umzüge und ich habe jetzt ein sehr gutes Gefühl, weil ich viel Potenzial sehe“, blickt er optimistisch in seine berufliche Zukunft.

Sein Antrieb ist übrigens nicht der erste Porsche, sagt er lachend: „Mir geht es darum, etwas zu bewegen, etwas anzuschieben und mich dabei selbst zu verwirklichen. Ich arbeite gerne und viel und wenn ich sehe, es funktioniert, macht es natürlich riesig viel Spaß.“

Derzeit sind die Büroräume von Make Health noch in Frankfurt – er sucht aber dringend eine Bleibe in seiner Heimatstadt Neu-Isenburg. Weitere Infos: makehealth.de

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