Bürgermeisterwahl am 26. September

Stefan Schmitt (CDU) skizziert Programm für Neu-Isenburg

„Isenburger fragen“: Stefan Schmitt nimmt gestern mit Dirk Peter von der Agentur Butter & Brot (rechts) vor der Hugenottenhalle die neueste Folge für sein Online-Dialogformat auf.
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„Isenburger fragen“: Stefan Schmitt nimmt gestern mit Dirk Peter von der Agentur Butter & Brot (rechts) vor der Hugenottenhalle die neueste Folge für sein Online-Dialogformat auf.

Der Wahlkampf um den Chefposten im Neu-Isenburger Rathaus ist längst eröffnet. Bislang positionieren sich Stefan Schmitt (CDU), Oliver Gröll (Grüne), Dirk Gene Hagelstein (SPD) und Thilo Seipel (parteilos) für die Wahl am Sonntag, 26. September.

Neu-Isenburg - Der CDU-Kandidat und Erste Stadtrat Stefan Schmitt setzt dabei auf seine elfjährige Verwaltungserfahrung, seine tiefe Verwurzelung in der Stadt und auf eine besondere Bürgernähe. Schon die vergangenen eineinhalb Jahre in der Pandemie sucht der Verwaltungs-Vize den Kontakt über digitale Medien zu den Menschen in der Stadt. „Unser Format ‘Isenburger fragen’ ist viel mehr als einfach nur ein Wahlkampf-Instrument. Wir haben im Lockdown das Informationsbedürfnis der Menschen gespürt und es war für mich eine gute Möglichkeit, den Kontakt zu halten und die Anliegen zu erfahren“, erläutert der 47 Jahre alte zweifache Familienvater.

Das Prinzip ist denkbar einfach – und niedrigschwellig: Zu jeder Zeit können Isenburger, die Fragen oder Anregungen haben, auf der Internetseite isenburger-fragen.de Schmitt über ein Mailformular erreichen. „Wir sammeln die Fragen, ich bearbeite sie und in einer losen Regelmäßigkeit drehen wir Videos, in denen ich Antworten zu den Fragen gebe. Wir veröffentlichen die Videos alle zwei bis drei Wochen, meist freitagsabends“, erläutert Schmitt.

Für diese Aufgabe hat sich die CDU Profis ins Boot geholt. Mit der Isenburger Agentur Butter & Brot hat Schmitt Fachleute, die sich um Dreh und Technik kümmern. „Ich habe dazugelernt, anfangs waren wir vor einer Greenwall und haben mit Teleprompter gearbeitet. Das ist aber nicht so mein Ding“, sagt Schmitt schmunzelnd, „das überlassen wir den Nachrichtensprechern und ich rede lieber frei – wenngleich sicher nicht ganz perfekt.“ Inzwischen entstehen die Videos unter freiem Himmel und an Isenburger Orten wie dem Tannenwald, im Sportpark oder auf dem Parkplatz des Waldfriedhofs am Corona-Testzentrum.

Echte Themenschwerpunkte kann der CDU-Kandidat selbst nach so vielen Monaten nicht ausmachen: Entspannt auf einer Parkbank sitzend plaudert Schmitt über die Verkehrssicherheit in der Friedensallee, die Verschönerung des Rosenauplatzes, die Verteilung von Kitaplätzen, Lärmschutz im Birkengewann oder die Schwierigkeiten des Bansaparks. Immer geht es ihm um Problemlösungen: „Ich nehme die Fragen und Anregungen an und versuche natürlich auch zu handeln“, so Schmitt. Wichtig sei ihm dabei nicht nur das miteinander sprechen: „Bürgerbeteiligung ist mindestens ein ebenso dringendes Anliegen von mir. Die in meiner Zeit als Planungsdezernent installierte Entwurfswerkstatt zum Stadtquartier Süd ist ein gutes Beispiel. Die Planungen fürs Projekt blieben ohne Proteste, weil wir die Menschen eingebundenhaben“, ist er überzeugt. Das Amt an der Spitze des Rathauses ist für den CDU-Kandidaten keine „One-Man-Show“.

„Wir haben 500 Mitarbeiter, das ist so groß wie ein mittelständisches Unternehmen. Wir haben tolle Leute, große Fachkompetenz. Ich stehe für einen kooperativen Führungsstil und brauche die Mitarbeiter, um die Stadt weiter zu entwickeln.“ Jetzt, wo die Pandemie endlich wieder Live-Kontakte zulässt, plant Schmitt mit seinem Wahlkampf-Team einen Isenburger-Dialog, ein Format, das die CDU schon einige Male erfolgreich umgesetzt hat. Mit seinem orange-farbenen Pavillon wird Schmitt zu festen Zeiten in den Quartieren auf einer Art Road-Show sein, um mit den Isenburgern direkt ins Gespräch zu kommen. „Es ist ein wesentlicher Faktor von Politik, auch zuzuhören“, so der Bürgermeisterkandidat und erklärt damit sein Motto: „Hört zu, setzt um.“

Als sein Top-Thema bezeichnet der gelernte Bankkaufmann die Wirtschaftsförderung. „Das wird in den nächsten Jahren spannend und wir müssen das als Stadt auch im Blick behalten: Werden in den Zeiten von Digitalisierung und mit den Homeoffice-Erfahrungen der letzten Monate noch so große Büroflächen gebraucht? Was hat das für Konsequenzen für unseren Wirtschaftsstandort und wie können wir diese positiv beeinflussen?“, fragt er sich.

Ein klares Statement habe er zum Thema Hugenottenhalle und Stadtbibliothek mit dem Haushaltsentwurf gesetzt: Der Kämmerer hat zehn Millionen Euro für das Großprojekt zurückgestellt. Außerdem hat er, betont der Erste Stadtrat, etwas ganz Wichtiges von Bürgermeister Herbert Hunkel gelernt: Die Identifikation der Bürger mit der Stadt, das soziale Miteinander, ist wichtig für den Erfolg und die Zukunft der Stadt. „Gerade jetzt, in der Pandemie und auch danach, müssen wir gemeinsam darauf achten, dass sich die Menschen mitgenommen fühlen. Ich möchte trotz eindeutiger Parteizugehörigkeit ein Bürgermeister für alle sein“, betont Schmitt.

Zu guter Letzt noch ein paar Worte zu des Kandidaten „Lieblingskind“: „Ich setze viel daran, die Eisbahn wieder nach Isenburg zu holen. Natürlich nur, wenn die Pandemie-Bedingungen auch Aufenthaltsqualität mit einem Glühwein neben der Bahn zulassen“, so Schmitt. Dankbar ist er für die große Unterstützung seiner Familie, vor allem seiner Frau Marion und den Kindern, die voll hinter seiner Kandidatur als Bürgermeister ihrer Heimatstadt stehen.

Jetzt freut er sich – ein hoch motiviertes Team für den Wahlkampf hinter sich wissend – auf ein faires Wettrennen um Neu-Isenburgs wichtigsten Chefsessel.

Von Nicole Jost

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