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Tipps gegen lästige Biester

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Viele Menschen haben Angst vor Hornissen. Dabei gehört diese Art nicht zu den aggressiven Wespen. © Niko Korte/pixelio.de

Neu-Isenburg (kd) - Ihren schlechten Ruf hat die Hornisse nicht verdient. Sie ist weder besonders aggressiv noch stechlustig. Vielmehr jagt sie sogar andere Wespenarten. „Ihr Stich ist zwar schmerzhaft, weil sie einen großen Stachel hat“, erklärt Dr. Peter Schönegge vom städtischen Fachbereich Natur- und Umweltschutz.

Im Vergleich zu anderen Arten gebe sie aber wenig Gift ab.

Der Biologe und seine Kollegen erhalten in diesen Tagen viele Anrufe von Bürgern, die Ärger mit Wespen haben. Der frühe Sommer habe offensichtlich für ein „gutes Wespenjahr“ gesorgt. Was für den Menschen wiederum sehr lästig werden kann.

Elf verschiedene Arten dieser staatenbildenden Insekten gibt es in Deutschland. Teilweise können sie nur mit der Lupe auseinander gehalten werden. Nur zwei dieser Arten können für den Menschen zu einem Problem werden, wenn sie ihn anfliegen oder von seinem Essen naschen wollen. Die meisten Wespenarten sind hingegen sogar nützlich, weil sie andere lästige oder schädliche Insekten fangen, wie etwa Stubenfliegen.

Gemeinsam ist allen Arten, dass ihre Nester nur einen Sommer lang leben. Im April oder Mai gründet eine Königin ein neues Nest. Nach deren Hochzeitsflug sterben die Nester ab. Je nach Art geschieht das zwischen August und Oktober. Spätestens im Herbst ist man die Nester also los.

Über den Winter verlieren die Königinnen ihr Gedächtnis. Deshalb kehren sie in der Regel im nächsten Frühjahr nicht an den alten Standort zurück – höchstens durch Zufall, falls es ein sehr gut geeigneter Nistplatz ist.

Die beiden lästigen Arten – die Deutsche Wespe und die Gewöhnliche Wespe – nisten gerne in dunklen Löchern, zum Bespiel in der Erde oder in Rollladenkästen. Nester, die frei sichtbar hängen, gehören den nützlichen Arten. Diese zu entfernen, tut der Wespenplage in der Regel keinen Abbruch. Wer ein Nest entfernen möchte, weil er sich gestört fühlt, dem rät Dr. Schönegge, einen Fachmann hinzu zu ziehen.

Wer unliebsame Gäste in seinem Rollladenkasten von vornherein vermeiden möchte, für den hat der Stadtbiologe einige Ratschläge parat. Es gibt Klebestreifen, die man dort anbringen kann. Um die Wespen im Frühling bei der Suche nach dem Nistplatz zu stören, kann es auch helfen, den Rollladen öfter hoch und runter zu lassen oder mit einem Stock dort herum zu wedeln, damit die Tiere dort nicht heimisch werden.

Hornissen stehen unter Naturschutz, weshalb ihre Nester nur mit Genehmigung der Oberen Naturschutzbehörde entfernt oder versetzt werden dürfen. Dafür ist heute nicht mehr die Feuerwehr zuständig, sondern es gibt Fachfirmen.

Gegen die lästigen Wespenarten empfehlen die Experten einige Vorsichtsmaßnahmen:

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