Eintracht Frankfurt gewinnt King’s Cup der Spvgg. 03

Tolle Stimmung bei U11-Fußballturnier in Neu-Isenburg

Am ersten Turniertag übernahm die erste Mannschaft des Gastgebers die Turnierleitung. Links sitzend: Nick Janovsky, Trainer des Verbandsliga-Teams und Sportlicher Leiter.
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Am ersten Turniertag übernahm die erste Mannschaft des Gastgebers die Turnierleitung. Links sitzend: Nick Janovsky, Trainer des Verbandsliga-Teams und Sportlicher Leiter.

Am Ende kannte der Jubel auf Seiten der Frankfurter Eintracht keine Grenzen mehr: Mit einem 3:2-Sieg nach Neunmeterschießen im Hessenderby gegen den SV Darmstadt 98 sicherten sich die Adlerträger beim zweiten King’s-Cup für U11-Fußballmannschaften der Spvgg. 03 Neu-Isenburg den Turniersieg und traten damit die Nachfolge von Titelverteidiger Karlsruher SC an.

Neu-Isenburg - Nach Ende der regulären Spielzeit hatte es noch 1:1 gestanden, im Stechen wehrte der Eintracht-Torhüter zwei Schüsse des „Lilien“-Nachwuchses glänzend ab. Dritter unter 24 Mannschaften wurde Fortuna Düsseldorf nach einem 4:0-Sieg gegen den SSV Reutlingen.

„Es ist alles super gelaufen“, freute sich 03-Vorsitzender Jürgen Holzmann und dankte vor allem Jugendtrainer Salvatore Caruso, der an beiden Tagen rund um die Uhr im Einsatz war. „Er ist unbezahlbar“, meinte Holzmann. Sogar das Wetter spielte – zumindest am ersten Tag – prächtig mit. Doch auch der Regen am zweiten Tag tat der Stimmung keinen Abbruch. Bei Fritz-Walter-Wetter liefen einige der jungen Kicker erst zur Höchstform auf.

Die 24 teilnehmenden Mannschaften kamen nicht nur aus ganz Deutschland, aus dem Ausland reisten der FC Basel (Schweiz) und der FF Kiew (Ukraine) an. Die Ukrainer – die Rückreise erfolgte erst am Montag, weil am Sonntag kein Flieger mehr ging – waren ebenso wie die Jugendfußballschule Köln in Hotels im Rhein-Main-Gebiet untergebracht. Die Spieler des FC St. Pauli nächtigten bei den Nachwuchskickern der SG Bruchköbel. Kleinere Vereine erwerben sich mit der Unterbringung anderer Mannschaften quasi ihre Eintrittskarte für ein so großes Turnier. Die Nachwuchskicker vom Kiez hatten es am Nachmittag in der Silberrunde – hier wurde die Plätze 13 bis 24 ausgespielt – eilig, sie mussten am frühen Abend noch ihren Zug zurück nach Hamburg bekommen.

Für die gute Atmosphäre zeigten sich auch die vielen Helfer des Veranstalters – rund 50 waren an beiden Tagen im Einsatz – verantwortlich. Als die Nachwuchskicker aus Kiew nach einem Spiel mit völlig durchnässten Trikots das Spielfeld verließen, steckte Nicole Strüb-Preller, zweite Vorsitzende der Spielvereinigung, die Trikots kurzerhand in den Trockner, so dass die Ukrainer wenig später wieder in trockenen Trikots auflaufen konnten. Am ersten Turniertag hatte die Verbandsliga-Mannschaft der Spielvereinigung die Turnierleitung übernommen, am zweiten Tag die zweite Mannschaft. Die A-Jugendlichen halfen beim Auf- und Abbau der vielen Pavillons.

Bei derart starker Konkurrenz hatten die beiden Teams der 03er verständlicherweise einen schweren Stand und landeten auf den hinteren Plätzen. Die Erfahrung, die die jungen Kicker bei diesem Turnier sammelten, nimmt ihnen aber keiner mehr.

„Die Mannschaften waren begeistert“, erklärte Jürgen Holzmann. Und zwar derart, dass Vereine wie Eintracht Frankfurt, die TSG 1899 Hoffenheim, der FC Basel, FC St. Pauli oder der Karlsruher SC direkt für das kommende Jahr zusagen. Dann wird am 3./4. September der 3. King’s Cup ausgetragen. „Wir wollen versuchen, noch die eine oder andere ausländische Mannschaft für das Turnier zu gewinnen“, blickt Holzmann voraus.

Von Patrick Leonhardt

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