230 Tonnen Stahl verbaut

+
Schlüsselübergabe des Architekten Reinhard Gerlach (Zweiter von links) an Herbert Hunkel, Petra Klink und Oliver Quilling.

Neu-Isenburg - (lfp/kd) Es waren Worte des Dankes und der Anerkennung, die bei der offiziellen Eröffnung des Dienstleistungsbetriebs (DLB) bei einem Tag der offenen Tür im Vordergrund standen. Bürgermeister Oliver Quilling (CDU) zog vor allem vor den DLB-Mitarbeitern seinen Hut, die in einem „Gewaltakt“ den Umzug nahezu alleine bewältigt hatten.

Diese ganze Umzugsaktion wurde zudem noch während des normalen Betriebes bewältigt“, betonte Quilling unter großem Beifall der anwesenden Isenburger. Auf dem 5200 Quadratmeter großen Gelände wurden 1500 Kubikmeter Beton, 230 Tonnen Stahl und 99 Stützen verbaut, zählte das Stadtoberhaupt auf. Bei der Finanzierung habe Kämmerer Herbert Hunkel (parteilos) dem Stadtsäckel „einige Milliönchen“ erspart.

Diesen Eindruck konnte Architekt Reinhard Gerlach bestätigen. „Solch eine Baumaßnahme kostet normalerweise fast das Doppelte“, sagte Gerlach. Für Hunkel behielt die Funktionalität oberste Priorität, beim „Schnickschnack“ wurde rigoros gespart. So kamen „nur“ 5,9 Millionen Bausumme zusammen.

Am Glücksrad können die kleinen Besucher Fortuna auf die Probe stellen.

Wir haben dort gespart, wo es keinem weh tut, an den Wasserhähnen, am Putz für die Wände, an Fliesen und am Parkplatz – der ist nur geschottert“, verwies der Architekt auf die größten Einsparungspotenziale. Zudem habe man Flächen für die Bewegung von Fahrzeugen und Wertstoff-Containern nicht doppelt ausgelegt, sondern „geschichtet“, da diese nicht gleichzeitig benutzt würden.
Zur Eröffnung übergab Gerlach einen großen symbolischen Schlüssel an die Betriebsleiterin Petra Klink.

Im Rahmen des Tages der offenen Tür gab es am neuen Standort des Dienstleistungsbetriebs in der Offenbacher Straße ein großes Unterhaltungsprogramm: Spielaktionen und Mitfahrgelegenheiten in Müllautos, Kehrmaschinen und anderen Fahrzeugen für die Kinder sowie eine Versteigerung von Fundsachen. Dabei kamen hauptsächlich Fahrräder unter den Hammer, die von ihren Eigentümern innerhalb der Aufbewahrungsfrist nicht abgeholt worden waren.

Für die DLB-Mitarbeiter steht nun erst einmal die Eingewöhnung an die neuen Wege im Vordergrund. Kleine Kritikpunkte sollten jedoch ebenfalls nicht verschwiegen werden. „Wir haben jetzt nur noch zwei anstatt vorher drei Duschen, und mit den Fahrzeugen, die nachts auf dem rückwärtigen Schotterparkplatz stehen müssen, gibt es auch Probleme“, berichtet ein Mitarbeiter. Im „Testfahrzeug“ des DLB fanden sich am nächsten Tag nämlich gleich mehrere Löcher im Blech.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare