Trauer um Rudolf Seiferlein

Rudolf Seiferlein †

Neu-Isenburg (kd) ‐ Die Stadt trauert um Rudolf Seiferlein, der am Dienstag verstorben ist. Der Ehrenvorsitzende der Interessengemeinschaft (IG) Vereine wäre am 21. März 2011 90 Jahre alt geworden.

Das Engagement des gebürtigen Isenburgers hat seit Jahrzehnten das Vereinsleben in der Stadt geprägt. Nach langjähriger Tätigkeit im Vorstand der Spielvereinigung 03 übernahm er 1970 den Vorsitz der IG Vereine. Diese hatte er 1964 mitbegründet. Seit 1978 war er Ehrenvorsitzender der IG mit Sitz und Stimme im Vorstand.

Eine Vielzahl sportlicher, kultureller und sozialer Initiativen gehen auf die Arbeit von Rudolf Seiferlein zurück. Mit seiner Hilfe ist ein umfangreiches System zur Förderung der Isenburger Vereine entstanden. Er hat an den Richtlinien zur Ehrung von ehrenamtlich Tätigen mitgearbeitet. Seinem Engagement ist die Entstehung des Vereinshauses in der Offenbacher Straße zu verdanken. Viele Neubauten und Sanierungen von Sport- und Kulturanlagen sind mit ihm abgestimmt und von ihm maßgeblich mitgestaltet worden.

Ehrenbrief und Bundesverdienstkreuz

Seiferlein war für viele Vereine Berater und Ansprechpartner. Mit seinem Fachwissen beriet er bei rechtlichen Angelegenheiten, Fragen der Unterhaltung von Vereinsanlagen oder bei geplanten Investitionen. Durch ihn ist die IG zur wichtigen Dachinstitution für alle Vereine geworden. Ihr gehören heute 63 Vereine mit insgesamt 9940 Mitgliedern an. Sein Wirken ist unter anderem mit dem Ehrenbrief des Landes Hessen sowie dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet worden.

„Wir haben einen wichtigen Partner und Freund verloren“, sagte Bürgermeister Herbert Hunkel zum Tod Seiferleins. „Er hat ein Stück Stadtgeschichte geschrieben.“ Dieser Verlust sei nur schwer zu ersetzen. „Wir können uns noch gar nicht richtig vorstellen, wie es ohne ihn weitergehen soll.“ Seiferlein sei hoch geachtet gewesen, habe nie überzogene Forderungen gestellt und sei stets zu Kompromissen bereit gewesen. Im Volksmund, so erinnerte sich Erster Stadtrat Stefan Schmitt, sei Rudi Seiferlein gerne als „Oberbürgermeister“ bezeichnet worden.

Die Beerdigung findet am Dienstag, 21. Dezember, um 13.30 Uhr auf dem Alten Friedhof statt.

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