Es fehlt bislang an Kandidaten für den Vorstand

TuS Zeppelinheim droht die Auflösung

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Archivbild

Zeppelinheim - Peter Scholz, scheidender Vorsitzender der Turn- und Sportgemeinde Zeppelinheim (TuS), schlägt Alarm. Sollte bei der Jahreshauptversammlung kein neuer Vorstand zustande kommen, sieht er den Verein in ernster Gefahr und spricht von einer „existenzbedrohenden Situation“. Von Holger Klemm 

Mit der Einladung zur Versammlung, die am Freitag, 25. Mai, um 20 Uhr im Clubhaus auf dem Sportgelände beginnt, hat Scholz zusammen mit dem Ehrenvorsitzenden Günter Heyne ein Schreiben verschickt, mit dem er die Mitglieder aufrütteln will. Denn der Vorsitzende, der sich vor zwei Jahren entgegen seines Plans noch einmal zur Verfügung stellte, will sich diesmal endgültig zurückziehen: „Ich bin ja auch nicht jünger geworden und denke, ich kann mich erhobenen Hauptes in den Ruhestand begeben.“ Hinzu komme, dass im vergangenen Wahljahr nicht alle Posten wie beispielsweise der für die Pressearbeit vergeben werden konnten. Zudem gehe der Verein aus unterschiedlichen Gründen ohne amtierenden zweiten Vorsitzenden und ohne Jugendleiter in die Versammlung.

Deshalb richtet Scholz einen Appell, Verantwortung für die TuS zu übernehmen. Es müsse doch möglich sein, bei 400 Mitgliedern einen Vorstand zu wählen. Sollte das nicht der Fall sein, drohen schwerwiegende Konsequenzen. „Ohne einen Vorstand kann kein Verein weiter bestehen, im schlimmsten Fall droht die Auflösung – dies kann keiner wollen“, betont er. Dabei lohnt es sich seiner Ansicht nach, sich für den tollen Verein zu engagieren: „Als ich 1967 nach Zeppelinheim kam und der TuS beitrat, war nicht absehbar, wie sehr mir dieser Verein ans Herz wachsen würde“. Damit seien viel Zeit und Herzblut verbunden gewesen. Zu den vielen Höhepunkten seit seinem Amtsantritt im Jahr 1989 zählte im vergangenen Jahr das 60-jährige Bestehen „unseres schönen Vereins“. Seit der Gründung im Jahr 1957 sei die TuS das geblieben, was sie immer gewesen war: der gesellschaftliche Mittelpunkt Zeppelinheims. „Dies soll auch so bleiben“, hofft Scholz.

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In den 60 Jahren des Bestehens sei Großartiges geleistet worden. Der scheidende Vorsitzende zählt dazu den Bau des Clubhauses, die Gründung von Sparten, viele sportliche Erfolge und tolle Veranstaltungen. „Wir dürfen zurecht stolz darauf sein“, wendet er sich an die Mitglieder. „Es sind nun bald 29 Jahre, in denen ich von Euch das Vertrauen geschenkt bekommen habe, mich als Präsident in den Dienst des Vereins zu stellen, dafür danke ich von ganzem Herzen.“ Es sei viel Arbeit gewesen, aber Scholz habe sie gerne getan.

Noch hofft er, dass sich ein Nachfolger und weitere Interessierte für die vakanten Vorstandsposten finden. Scholz: „Sprecht es mit Euren Sportsfreunden durch und motiviert Euch, mitzumachen. Vielleicht entstehen dadurch auch neue Ideen für die Vereinsführung.“

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