Vandalen wieder aktiv

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Hoch oben an den Bäumen sind die Schilder angebracht, die von Vandalen beschädigt wurden.

Neu-Isenburg ‐ Fast ein halbes Jahr lang war Ruhe. Mitte Januar haben die Naturschützer am Gehspitzweiher wieder zwei besprühte Schilder gefunden. Bei einer Kontrolle hat Ernst Böhm später Vandalismus an sieben von neun Schildern festgestellt. Von Katrin Stassig

Es handelt sich um jene Schilder, die Spaziergänger im Naturschutzgebiet Gehspitzweiher auf den Leinenzwang für Hunde hinweisen. Diese Schilder wurden erstmals Ende 2007 montiert. Im vergangenen Jahr häuften sich die Fälle von Vandalismus. Die Schilder wurden mit Farbe bemalt, besprüht oder sogar verbogen. Naturschützer Ernst Böhm spricht von einem Sachschaden von 2 500 bis 3 000 Euro. Im vergangenen Jahr mussten fast jede Woche beschmierte und beschädigte Schilder gesäubert oder ausgetauscht werden.

Hinweise auf den oder die Täter gibt es bisher nicht. Nachdem die Polizei im August letzten Jahres eine Personenkontrolle im Naturschutzgebiet vorgenommen hatte, sei es aber lange Zeit ruhig gewesen, berichtet Ernst Böhm. Zuletzt mussten am 14. August vier Schilder gereinigt, eines ersetzt werden. Mitte Januar ging es dann wieder los.

Die Verärgerung über den Vandalismus ist dem Naturschützer deutlich anzumerken. Diesen Ärger bekundet Böhm auch mit einer Anzeige bei der Polizei. Anzeige erstattet wurde auch im Namen der Stadt – der die Schilder ja letzten Endes gehören. Stadt und Naturschützer haben eine Belohnung von 1000 Euro für sachdienliche Hinweise ausgesetzt.

Wie der oder die Täter vorgehen, ist teilweise rätselhaft. Denn die beschädigten Schilder sind an den Bäumen teils in mehreren Metern Höhe angebracht und ohne Leiter eigentlich nicht zu erreichen. Wer mit einer Leiter durch das Naturschutzgebiet wandert, müsste aber sehr auffallen und würde Gefahr laufen, ertappt zu werden, meint Böhm. Und um die doch recht massiven Schilder zu verbiegen, benötige man ein Werkzeug, das sei kaum mit bloßen Händen möglich.

Jene Schilder, die in der jüngsten Zeit bemalt wurden, sind inzwischen wieder gereinigt. Bleibt zu hoffen, dass im Naturschutzgebiet endlich Frieden einkehrt.

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