Verein für Polizei- und Schutzhunde

Mit Diensthunden fing es an

+
Gruppenfoto der aktiven Mitglieder mit ihren Hunden, in der Mitte der Ehrenvorsitzende Jakob Leichter.

Neu-Isenburg - Der Verein für Polizei- und Schutzhunde (VPS) blickt in diesem Jahr auf sein 100-jähriges Bestehen zurück. Die vierbeinigen Partner standen im Mittelpunkt eines Festtages. Von Leo F. Postl

Vereinsvorsitzender Ulrich Seel hieß die vielen Gäste, insbesondere den Ehrenvorsitzenden Jakob Leichter, willkommen. Im Anschluss zeigte die Zollhundestaffel beeindruckende Beispiele aus der täglichen Arbeit. Nach der Vorführung des VPS unter dem Motto „100 Jahre Hundesport“ folgte ein akademischer Teil. Eine weitere Vorführung der Vereinsmitglieder beendete die Feier auf dem Gelände an der Siemensstraße.

Anlässlich einer Schutzhundeprüfung am 18. Oktober 1912 im Garten des damaligen Restaurants „Bellevue“ fanden sich einige Hundeliebhaber zusammen, um einen Verein zu gründen. Es ging vorrangig um die „Abrichtung“ ihrer Hunde zu qualifizierten Schutzhunden. Damals wurden jedoch nur „Diensthunderassen“, wie Schäferhunde, Boxer, Dobermänner oder Rottweiler, zu solchen Prüfungen zugelassen. Erst später kamen mit neuen Ausbildungsfeldern neue Hunderassen hinzu. Die ersten Mitglieder gehörten vorrangig dem Polizei- oder Forstdienst an. Der VPS hatte viel Zulauf, sodass bereits die Gründungsversammlung 60 Mitglieder zählte.

Ein besonderes Ereignis war die „Allgemeine Rassehundeschau“ am 2. Juni 1940. Es wurden 350 Hunde und 1 800 Besucher gezählt, wie in der Chronik zu lesen ist. Die beiden Weltkriege forderten ihren Tribut. Nicht nur wurden viele Mitglieder zum Militär eingezogen und ließen fern der Heimat ihr Leben, auch ein Verlust an guten Hunden war zu beklagen.

Viele Aktivitäten und Angebot für Jugendliche

Der reguläre Übungsbetrieb auf dem Platz an der Neuhöfer Straße konnte erst 1947 wieder aufgenommen werden. Unter dem damaligen Vorsitzenden Willi Martin wurde nicht nur der Verein, sondern auch das Vereinsgelände wieder aufgebaut.

Gruppenfoto der aktiven Mitglieder mit ihren Hunden, in der Mitte der Ehrenvorsitzende Jakob Leichter.

1963 musste der VPS seinen angestammten Platz aufgeben, als im Buchenbusch eine Grundschule gebaut wurde. Der Verein bekam ein neues Gelände an der Siemensstraße. Dies hatte den Vorteil, dass es an keine Wohnbebauung grenzte. Viele ehrenamtliche Stunden waren nötig, um den Übungsplatz herzurichten und das Vereinsheim zu bauen, das 1980 eingeweiht werden konnte. Seit 1970 stand Jakob Leichter an der Spitze des Vereins und führte diesen bis zu seinem Abschied im vergangenen Jahr.

In seinem Grußwort wies Landrat Oliver Quilling auf die Bedeutung der Hundesportvereine in der heutigen Zeit hin. „In einem Ballungsraum, in dem wir leben, gibt es immer wieder mal Konflikte zwischen Menschen und Hunden. Hier leisten die Hundevereine mit ihrer Ausbildung einen lobenswerten Beitrag.“ Er wünschte sich, dass mehr Hundebesitzer die entsprechenden Ausbildungsangebote nutzen.

Bürgermeister Herbert Hunkel verwies auf die vielen Aktivitäten des VPS und seine Angebote insbesondere für Jugendliche.

Für besondere Verdienste zeichnete der Vorsitzende Ulrich Seel die Mitglieder Susanne Holzapfel, Dieter Holzapfel, Sarah Kreicker, Karlheinz Arnold, Barbara Nagel und Jürgen Kabeliz aus. Seel selbst wurde ebenfalls mit einer Auszeichnung bedacht.

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Kommentare