Die Vereinswelt lange und engagiert geprägt

Walter Bechtold ist im Alter von 84 gestorben

Walter Bechtold (†)
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Walter Bechtold (†)

Schon mit drei Jahren trat Walter Bechtold in seinen ersten Verein ein. Sein vielfältiges Engagement prägte viele Gemeinschaften.

Neu-Isenburg – Walter Bechtold, engagierter Förderer der Neu-Isenburger Vereine und langjähriger Vorsitzender ihrer Interessengemeinschaft, ist am Samstag gestorben. Er wurde 84 Jahre alt. „Walter Bechtold war ein Vereinsmensch im allerbesten Sinne dieses Wortes. Solidarisch und tolerant, gut organisiert, zuverlässig, zupackend, hilfsbereit“, schreiben Bürgermeister Herbert Hunkel und Erster Stadtrat Stefan Schmitt. „Nie stellte er sich in den Vordergrund. Die Interessen der Gemeinschaft – natürlich insbesondere der Vereine – stellt er immer vor die eigenen. Er war beharrlich in der Sache, aber leise im Ton.“ Walter Bechtold habe mit seinem großen ehrenamtlichen Engagement zu der besonderen Vielfalt der Neu-Isenburger Vereinswelt entscheidend beigetragen und sich damit um das kulturelle und sportliche Leben in der Hugenottenstadt verdient gemacht. „Sein Tod macht uns sehr traurig. Wir werden ihm ein ehrendes Gedenken bewahren“, so Hunkel und Schmitt.

Die Stadt erinnert in ihrem Nachruf daran, dass die Neu-Isenburger Vereine jahrzehntelang sein Wirkungskreis waren. Große Verdienste hat Walter Bechtold sich in langjähriger ehrenamtlicher Tätigkeit im Mandolinenverein Spessartfreunde, in der IG Vereine, als Mitglied der Kommission für Vereine sowie als Vorstandsmitglied des Lumpenmontagsausschusses erworben.

Walter Bechtold wurde am 22. August 1936 in Neu-Isenburg geboren. Bereits mit drei Jahren (1939) startete er als aktiver Turner im Turnverein 1861 seine Vereinskarriere. Als Abteilungsleiter übernahm er in der Narrengilde seine erste Aufgabe in verantwortlicher Funktion.

Von 1958 bis 2004 war Walter Bechtold aktiver Spieler im Mandolinenverein Spessartfreunde. Die Geschicke dieses Vereins steuerte er ab 1960 zunächst als Vorstandsmitglied mit, dann als zweiter Vorsitzender und in der Folge fast 25 Jahre als erster Vorsitzender. 1998 wurde er zum Ehrenmitglied ernannt.

1979 wurde er Vorstandsmitglied und Kassierer der Interessengemeinschaft der IG Vereine, 1991 zweiter Vorsitzender und von 1991 bis April 2019 erster Vorsitzender. In diesem Rahmen war Bechtold für einige Jahre stellvertretendes Mitglied in der Kulturkommission und ab 1981 Mitglied der Kommission der Vereine. Seine Fachkenntnis schätzte man auch im Vorstand des Lumpenmontagsausschusses, im Stiftungsausschuss der Volksbank beziehungsweise im Stiftungsvorstand der Stadt Neu-Isenburg.

Weitere Ämter waren der Beauftragte für das Landesjugendzupforchester Hessen und Vorstandsmitglied im Landesverband im Bund Deutscher Zupfmusiker.

Für seine hervorragende Arbeit wurde Walter Bechtold am 29. August 1984 mit der Ehrenplakette der Stadt Neu-Isenburg ausgezeichnet. Am 16. März 2006 folgte die Große Ehrenplakette. Am 30. Oktober 1992 wurde ihm außerdem der Ehrenbrief des Landes Hessen verliehen und am 2. Juli 2012 das Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Seinen Namen hat die Stadt in der Vereinswelt nachhaltig zu verankert: Der große Festsaal, die „gute Stube“ im Haus der Vereine in der Offenbacher Straße 35, wurde anlässlich seiner Verabschiedung als IG-Vorsitzender am 8. April 2019 nach ihm benannt. Als bleibende und dankbare Erinnerung an eine große Persönlichkeit heißt der Saal seitdem Walter-Bechtold-Saal. hov

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