Investor zahlt drei Millionen Euro

Grünes Licht für Verkauf der Brache

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Überreste des einstigen Betriebshofs: An der Hugenottenallee 169 erinnern derzeit noch die Garagen, einige leer stehende Gebäude und die alte Salzhalle an die ehemaligen Nutzer des Areals. Der DLB war 2009 von dort weggezogen. Nach dem Verkauf des Geländes werden diese baulichen Überbleibsel wohl abgerissen.

Neu-Isenburg - Die Stadt bekommt für das ehemalige Betriebshofgelände von einer Firma drei Millionen. Ein Mix aus Wohnungen und Gewerbe soll dort nun entstehen.  Von Barbara Hoven 

Ein Mix aus Wohnhäusern und Gewerbe statt der Brache – so sieht wohl die Zukunft des ehemaligen Betriebshofgeländes aus. Die Stadt hat einen Käufer für das knapp 15.000 Quadratmeter große Areal in der Hugenottenallee 169 gefunden. Bereits in der vorletzten Sitzung des Stadtparlaments haben die Stadtverordneten mehrheitlich den Verkauf im nicht öffentlichen Teil des Abends beschlossen, berichtet nun Bürgermeister Herbert Hunkel. Käufer sei einer der Eigentümer des benachbarten „Westphal GewerbeCenters“, so der Rathauschef. Auf dem Gelände könne daher nun unter anderem „das Konzept des gut funktionierenden GewerbeCenters erweitert werden“.

Der Kaufvertrag wird jedoch erst unterschrieben, wenn die positiv beschiedene Bauvoranfrage vorliegt. Drei Millionen Euro werden die neuen Besitzer an die Stadt zahlen. Der Kaufpreis entspricht laut Hunkel dem vom unabhängigen Gutachterausschuss ermittelten Wert. Der Käufer hat an der Hugenottenallee viel vor. Die Pläne, das Grundstück in zwei Bereiche zu unterteilen und dort sowohl 70 bis 100 Wohnungen, als auch Gewerbeflächen zu schaffen, bergen auch die Chance auf viele neue Arbeitsplätze.

Unten Gewerbe, Wohnungen in den Geschossen darüber

Doch der Reihe nach: Im östlichen Bereich soll eine „hochwertige vier- bis fünfgeschossige Bebauung“ entstehen, die für eine Mischnutzung geeignet sein soll. Heißt: In den unteren Etagen sind Flächen vorgesehen für Geschäfte, Dienstleister, Büros und möglicherweise Gastronomie. In den Geschossen darüber sollen Wohnungen entstehen, „zum Teil auch Businesswohnungen mit der Möglichkeit der Inanspruchnahme von Dienstleistungen wie Reinigung, Verpflegung oder Wäscheservice“, heißt es von der Stadt.

Im westlichen Teil ist eine Nutzung für Handwerk und Gewerbeflächen für kleine und mittlere Unternehmen vorgesehen, außerdem soll ein zwei- bis dreigeschossiges Parkdeck gebaut werden. All diese Pläne habe man „im Einklang mit dem Rahmenplan für das Stadtquartier Süd, der mittlerweile ebenfalls durch die Stadtverordnetenversammlung beschlossen wurde“ gefasst, betont Erster Stadtrat Stefan Schmitt. Und der Bürgermeister ergänzt, es ergebe sich mit dem Verkauf des ehemaligen Betriebshofgeländes „eine sehr gute Lösung für das Gelände, das einen sehr ungünstigen Schnitt hat“. Zumal die Nutzung des Grundstücks wegen eines westlich angrenzenden Gewerbeunternehmens, das als Seveso-II-Betrieb eingestuft ist, nicht im vollen Umfang möglich ist – es gilt etwa, einen Sicherheitsabstand zu Wohnbebauung einzuhalten.

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Geplant ist, das Grundstück zunächst mit einer privaten Erschließungsstraße innerhalb des Geländes an die Hugenottenallee anzubinden. Die alte Salzhalle und die Garagen und Gebäude, die auf dem Grundstück derzeit noch an den vor fünf Jahren auf das Gelände der ehemaligen Stadtgärtnerei an der Offenbacher Straße umgezogenen Betriebshof der Stadt erinnern, werden wohl abgerissen. Die Pläne, das Westphal GewerbeCenter zu erweitern, bedeuten auch „wieder eine Vielzahl neuer Arbeitsplätze in Neu-Isenburg“, wie Hunkel betont.

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