Planungswerkstatt mit Bürgern startet im Juni

Verkehrsplanung: Stadtentwicklungskonzept Mobilität online

Neu-Isenburg - Seit geraumer Zeit tüfteln Verkehrsplaner am „Stadtentwicklungskonzept Mobilitat“, jetzt steht der Schlussbericht online. Ein Knackpunkt, vor allem wegen der Planung der Regionaltangente West: die Frage der Gestaltung der Friedhofstraße. Bei der Beantwortung sollen auch die Bürger zu Wort kommen.

Der Magistrat teilt mit, dass der Schlussbericht zum Stadtentwicklungskonzept Mobilitat nun vorliegt und unter www.neu-isenburg.de eingesehen werden kann. Das Konzept wird zur Zeit in den städtischen Gremien beraten.

Das Konzept zeigt auf, wie das Verkehrsaufkommen, das bekanntlich – da sind sich die Fachleute einig – stark steigen wird, „im Jahr 2030 stadtverträglich und leistungsfähig abgewickelt werden kann“. Dabei sollen alle Verkehrsteilnehmer, also auch ÖPNV-Nutzer, Fußgänger und Radler, möglichst gleichberechtigt sein.

Die Stadt setzt bekanntlich große Hoffnungen auf die Regionaltangente West und deren Verlängerung bis ins Birkengewann. Nun kann sie auch mit Prognosen aufwarten, die den Optimismus untermauern. Die Ersteller des Konzeptes, das Ingenieurbüro Habermehl und Follmann und die Verkehrsplaner von der Kohler und Taubmann GmbH (VKT), schlagen fünf grundlegende Maßnahmen vor. Eine davon ist, dass die Regionaltangente West bis zum Birkengewann führen soll. Im Osten der Stadt soll es außerdem eine neue Park-and-Ride-Anlage geben, des Weiteren eine integrierte Südwest-Umfahrung. Und die Ampeln der Ost-West-Achse sowie das Parkraummanagement müssen aus Sicht der Fachleute optimiert werden.

Dieses Maßnahmenbündel bringt nach den Berechnungen des Ingenieurbüros Habermehl & Follmann „deutliche Entlastungseffekte in Form einer Verkehrsabnahme in der Friedhofstraße um 45 Prozent“, berichtet der Magistrat. In Zahlen: Heute rollen im Schnitt in 24 Stunden 23.400 Fahrzeuge über die Friedhofstraße (West). Ohne Maßnahmenbündel wären es nach Meinung der Fachleute im Jahr 2030 um die 29.000 Fahrzeuge, mit hingegen nur noch 15.950. „Daraus leitet sich eindeutig ab, dass diese umfangreichen Entlastungen nur mit der RTW und der Verlängerung in den Osten als Bestandteil eines Maßnahmenbündels erzielt werden können“, heißt es aus dem Rathaus. Auch der Durchgangsverkehr werde reduziert und die Stadt könne sich „stadt- beziehungsweise umfeldverträglich“ entwickeln.

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„Auftrag und Anliegen ist es jedem verantwortlich handelnden Vertreter hier in Neu-Isenburg, die Stadt so weiter zu entwickeln, dass sie den Anforderungen der Zukunft gerecht wird, weiterhin eine hervorragende Infrastruktur bietet, Prosperität und Wohlstand sichert, aber auch die Balance mit begrenztem Wachstum und begrenzten Belastungen von motorisiertem Individualverkehr und Lärm hält“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel.

Bis Ende des Jahres soll dem Stadtparlament eine konkrete Planung zur Entscheidung über die Gestaltung der Ost-West-Achse mit integrierter (beziehungsweise Verlängerung der) RTW vorliegen.

Alles zur Regionaltangente West finden Sie hier.

Bis dahin will die Stadt auch eine Planungswerkstatt zur RTW abhalten, in der sich Bürger in Workshops aktiv einbringen sollen. Nun stehen dafür die Termine fest: Die Auftaktveranstaltung ist am Samstag, 9. Juni, von 11 bis 14 Uhr, der nächste Termin dann am 18. August und ein dritter am 27. September im Rahmen der Messe „Quo Vadis“ in der Hugenottenhalle. Einzelheiten werde man rechtzeitig bekannt geben. (red)

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