Notizbuch der Woche

Kommentar: Verzwickte Lage

Katrin Diel

Neu-Isenburg - Der Sonntag wird spannend. Aus Isenburger Sicht ist aber vielleicht gar nicht in erster Linie der Blick nach Berlin interessant, sondern der nach Dietzenbach ins Kreishaus, wo das Ergebnis der Landratswahl verkündet wird. Von Katrin Diel

Dabei entscheidet sich, sofern es keine Stichwahl gibt, ob die Isenburger ihren Bürgermeister behalten werden oder ob er, zumindest beruflich, die Hugenottenstadt verlässt. Für Sympathisanten von Oliver Quilling (CDU) wird die Wahl dabei fast zur Qual. Sie wollen den Landratskandidaten zwar mit ihrer Stimme unterstützen, ihn aber auch nicht als Bürgermeister verlieren. Ein Trost ist vielleicht, dass Quilling der Stadt auch als Landrat nicht ganz verloren geht. Es ist ja nicht so, dass er einen Posten in Berlin anstrebt.

Sollte Oliver Quilling am Sonntag oder in einer möglichen Stichwahl gewinnen, ergibt sich daraus für Isenburg eine etwas verzwickte Lage. Die Hugenottenstadt braucht dann einen neuen Bürgermeister, der aber frühestens im Sommer nächsten Jahres gewählt werden könnte. Die Wahlvorbereitungen dürfen erst eingeleitet werden, wenn Quilling seinen Posten als Landrat offiziell antritt, was am 1. März 2010 passiert. Am gleichen Tag geht Herbert Hunkel als Erster Stadtrat in Pension. Wegen der Altersgrenze darf er nicht wiedergewählt werden, zumindest nicht als Stadtrat. Er tritt dann aber im Sommer als parteiloser Kandidat für die CDU bei den Bürgermeisterwahlen an. Sein Nachfolger als Erster Stadtrat müsste bis dahin, gerade frisch im Amt, die Geschicke der Stadt leiten. Klingt verwirrend, und wird für Isenburg sicher keine leichte Situation. Aber nun warten wir erst mal ab, wie’s morgen ausgeht.

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