Großer Park und Quartiersplatz geplant

Viel Grün fürs Stadtquartier Süd in Neu-Isenburg

Blick in die Zukunft eines Filetstücks: Auf der ehemals versiegelten, elf Hektar großen Industriefläche soll ein Ort entstehen, an dem die Bürger gerne leben und Unternehmen sich gerne ansiedeln – die ersten bereits 2023.
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Blick in die Zukunft eines Filetstücks: Auf der ehemals versiegelten, elf Hektar großen Industriefläche soll ein Ort entstehen, an dem die Bürger gerne leben und Unternehmen sich gerne ansiedeln – die ersten bereits 2023.

Das Stadtquartier Süd in Neu-Isenburg soll zu einem Ort werden, wo man gerne wohnt und Unternehmen sich gerne ansiedeln. Dafür sollen Grünflächen, Spielplätze, Wege und frei Plätze sorgen, die der ehemals versiegelten elf Hektar großen Industriefläche ihre Lebens- und Aufenthaltsqualität geben sollen. Doch bevor es losgehen kann, müssen Bäume gefällt und Wildwuchs entfernt werden.

Neu-Isenburg - Die Stadt plant auf dem ehemaligen Agfa-Gelände und dem Areal der Bundesmonopolverwaltung für Branntwein (BfB) einen urbanen Mix zum Wohnen und Arbeiten. Das Herzstück wird ein rund 4 500 Quadratmeter großer Grünzug als öffentlicher Park und ein Quartierplatz mit rund 2 800 Quadratmetern werden. Bis es soweit ist, sind die Abrissbagger im Einsatz, um das Gelände vorzubereiten. Gebäude wurden zurückgebaut und der Boden auf Altlasten untersucht. Für die Bäume, die in den Randbereichen stehen oder in den vergangenen Jahren wild gewachsen sind und jetzt weichen müssen, wurden bereits im Zuge des Bebauungsplans Nr. 55 entsprechende Kompensationsmaßnahmen berücksichtigt. Dazu gehören die öffentlichen Grün- und Parkflächen, die Festsetzungen zur Anpflanzung und Bindung von Bäumen und Sträuchern im Geltungsbereich des Bebauungsplans sowie Dachbegrünungen.

„Weil es im Stadtquartier Süd im Augenblick so trist und grau aussieht, wollen wir noch einmal die Planung für die Grünanlagen vorstellen, wie es einmal in Zukunft aussehen wird“, sagt Bürgermeister Herbert Hunkel. Die Stadt bedankt sich an dieser Stelle bei den Anliegern und dem „Hauptanlieger“ DuPont, mit denen das Gebiet einvernehmlich geplant worden sei. Drei Planungsbüros und Bürger haben für die Freiflächengestaltung ihre Ideen eingebracht.

Der Park lehnt sich an die Entwürfe von Dittmann + Komplizen an. Die Wege werden in einer deutlichen Achse von Nord nach Süd angelegt, es gibt eine klare Trennung von öffentlichen zu nichtöffentlichen Bereichen und die Parkflächen vernetzen den gesamten Wohn- und Gewerbestandort. Mit unterschiedlichen Wuchshöhen der Bepflanzungen erscheinen die Freiflächen vielschichtig und erlebnisreich. Vorgesehen ist eine eindeutige Gliederung der Bereiche Quartiersplatz und Grünflächen und dennoch eine gestalterische Verzahnung.

Die Herstellungskosten werden mit rund 2,10 Millionen Euro angesetzt, die jährliche Pflege mit rund 48 000 Euro. Um den Park auch optisch zu verbreitern, werden die Baugrenzen der Gebäude um rund sechs Meter verschoben.

Um den maximal fünfgeschossigen Wohn- und Bürogebäuden Charakter und Identität zu geben, hat die Stadt eine „Gestaltungsfibel“ konzipiert. Darin enthalten sind Vorschläge zur harmonischen Gestaltung von Balkonen, Sonnenschutz, Anordnung von Solarstromanlagen auf den Dächern oder von Mülltonnenabstellanlagen, der Anbringung von Werbetafeln bis hin zur Gestaltung von Fassadenabschnitten sowie -farben. Es soll Geschäfte zum Einkaufen geben und Restaurants zum Verweilen. Das alte Ziegelsteingebäude der Bundesmonopolbrennerei wird erhalten und saniert, um einen Teil der Stadtgeschichte zu erhalten.Vorgesehen sind dort ein Kindergarten sowie barrierearme Wohnungen.  (hok)

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