Ausstellung der Stadtfotografin Susanne Müller ist eröffnet

Virtuelle Vernissage im Neu-Isenburger Stadtmuseum

Kontraste reizen Susanne Müller, die Stadtfotografin von 2020.
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Kontraste reizen Susanne Müller, die Stadtfotografin von 2020.

Was braucht man für eine Ausstellungseröffnung? Musik, gute Stimmung, ein Gläschen zum Anstoßen – und natürlich die Kunstwerke. All das war am Start, auch wenn die Ausstellung „Kontraste“ des Forums zur Förderung von Kunst und Kultur (FFK) im Stadtmuseum online über die Videoplattform Zoom eröffnet wurde.

Neu-Isenburg - Die Bilder lieferte Susanne Müller, Neu-Isenburger Stadtfotografin 2020. Ein ganzes Jahr lang war sie in der Stadt unterwegs und präsentiert nun die schönsten Impressionen als kontrastreiche Schwarzweiß-Aufnahmen. Eigentlich wollte sie mit ihrer Kamera auch einfangen, wie kontrastreich sich das Leben in Isenburg gestaltet – mal ist es die kleine, beschauliche Stadt am Wald, mal Schauplatz für große, bunte Events wie das Altstadtfest oder das Festival Open Doors. Dieser Aspekt fiel jedoch den Corona-Beschränkungen zum Opfer. Dennoch gibt es viel Spannendes und auch Gegensätzliches in den Bildern zu entdecken.

Gute Laune und ein Gläschen Sekt steuerten die stellvertretende FFK-Vorsitzende Kati Conrad und Museumsleiter Christian Kunz bei. Die beiden waren live vor Ort und führten durch die Ausstellung. Zehn der insgesamt 30 Bilder wurden vorgestellt und kurz besprochen.

Die Musik kam diesmal aus dem Homeoffice von Paddy Schmidt, bekannt als Frontmann der Band Paddy Goes To Holyhead. Er spielte eine Eigenkomposition mit dem zur Krise passenden Titel „Tales Of Never Ending Days“.

Ebenfalls von zu Hause zugeschaltet waren der FFK-Vorsitzende und Landrat Oliver Quilling, Kunsthistoriker Marco Thoms und mehr als 40 Ausstellungsbesucher. Die Fotografin selbst schaute zu, blieb aber lieber im Hintergrund. So wurde in lockerer Runde über die Bilder gesprochen, erzählt und viel gelacht. Da machte es auch gar nichts, dass die Gastgeber selbst mittendrin durch eine technische Störung aus der Leitung geworfen wurden.

Quilling übernahm die Moderation und Paddy Schmidt steuerte spontan ein zweites Lied bei, bis die Technik im Museum wieder mitspielte.

Da ein Ausstellungsort auch immer dazu einladen sollte, sich selbst aktiv zu beteiligen, hatten die beiden Gastgeber sich eine Aktion einfallen lassen, um die Zuschauer einzubeziehen: Zu den Bildern sollte ein „Elfchen“ verfasst werden. Das ist ein kleines Gedicht, das aus elf Worten besteht und ganz einfachen Regeln folgt. „Wir waren total begeistert. Innerhalb von drei Minuten hatten wir 17 Gedichte, unter anderem von Andrea und Oliver Quilling und Musikschulleiter Thomas Peter-Horas und den Neu-Isenburger Politikern Bettina Blüchardt, Oliver Hatzfeld und Stefan Schmitt“, freut sich Conrad. Die Ergebnisse der Aktion wurden auf der Facebookseite des FFK veröffentlicht.

Wer sich die Bilder anschauen möchte, kann das über einen virtuellen Rundgang durchs Museum auf www.haus-zum-loewen.de tun, der in Zusammenarbeit mit dem Neu-Isenburger IT-Fachmann Hans-Walter Schewe entstanden ist. Die Bilder können dort hochauflösend angeschaut werden.

Bei einigen ist diese Funktion bewusst noch nicht freigeschaltet, damit es noch einen Grund gibt, das Museum „in echt“ zu besuchen. Das ist nämlich ab dem heutigen 16. März wieder wochentags von 10 bis 17 Uhr möglich. „Genau am Eröffnungstag durften wir diese gute Nachricht überbringen, das freut uns natürlich sehr“, sagt Christian Kunz. Für den Besuch ist eine vorherige Anmeldung nötig, die Teilnehmerzahl ist beschränkt und es gilt Maskenpflicht. Nähere Infos und Anmeldung per E-Mail an christian.kunz@stadt-neu-isenburg.de.

Der FFK-Vorstand erarbeitet derzeit ein Konzept, Veranstaltungen unter Einhaltung aller Bestimmungen zu ermöglichen und Kunst und Kultur weiterhin für die Isenburger erlebbar zu machen. Ein gedrucktes Programmheft wird es vorübergehend nicht geben, alle Infos zum Jahresprogramm werden nach und nach auf den Internetseiten des Kulturforums veröffentlicht.  hov

Infos im Internet

ffkni.de

Kontraste allüberall – sogar auf dem Kopf: Kati Conrad (großes Bild) und Christian Kunz (klein, ganz oben) waren zur Vernissage live vor Ort und führten durch die Ausstellung.

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