Volles Haus bei Neujahrsempfang von Stadtbibliothek und GHK

Autor Jan Seghers: Ein sehr gern gesehener Gast

Der Frankfurter Schriftsteller Jan Seghers (links) stellte seinen neuen Roman „Menschenfischer“ vor. Reiner Thiele, Rechtsanwalt und Weggefährte des Autors, moderierte die Lesung. -   Foto: Postl

Neu-Isenburg - Der Erfolgsautor Jan Seghers ist in Isenburg kein Unbekannter, er war schon öfter Gast der Stadtbibliothek.

Jetzt zum traditionellen Neujahrsempfang von Bibliothek und Verein für Geschichte, Heimatpflege und Kultur (GHK) hatte man ihn wieder eingeladen – und wer Langeweile fürchtete, wurde eines Besseren belehrt. Angesichts des Riesenzulaufs von knapp 400 Gästen war Bibliothekschefin Jutta Duchmann froh, die Veranstaltung in den großen Saal der Hugenottenhalle verlegen zu können. Jan Seghers (alias Matthias Altenburg) führte dort in souverän-charmanter Art durch seinen neuen Roman „Menschenfischer“. Das Publikum lauschte konzentriert der spannenden Handlung und manch amüsantem Dialog.

Im anschließenden Gespräch mit Reiner Thiele, Rechtsanwalt für Ausländer- und Asylrecht, erfuhren die Besucher, wie der Autor zu seinen Charakteren findet, was ihn mit den Schauplätzen verbindet und welche gesellschaftliche Bedeutung er Literatur zumisst. „Ein rundum gelungener Neujahrsempfang“, zieht Duchmann tags darauf Bilanz. Auch die musikalische Umrahmung durch den jungen chinesischen Pianisten Yuanzhen Sun, der Brahms und Chopin spielte, sei gut angekommen.

Bürgermeister Herbert Hunkel nutzte den Empfang, um die Bibliothek als öffentlichen Ort zu loben, wo sich Menschen unterschiedlichster Herkunft treffen, um zu lernen und Anstöße für eine sinnvolle Lebensgestaltung zu finden. Zugleich betonte er die Möglichkeit, Schriftstellern, Musikern, Künstlern und Wissenschaftlern zu begegnen. Denn gerade in Zeiten von Fake News, seichter Unterhaltung, zunehmender Kommerzialisierung und Infantilisierung der Gesellschaft brauche man Anstöße zu selbstständigem, kritischem Denken. Es brauche neben zuverlässigen Informationen, wie sie Bibliotheken bieten, die unmittelbare Auseinandersetzung mit Literatur und Kunst, um Zusammenhänge zu erkennen und das Abdriften in dumpfe Ideologien zu vermeiden.

OP unterwegs auf der Frankfurter Buchmesse 2017

Deshalb freuten sich Bibliothek und GHK auch sehr, „dass wir mit Jan Seghers und Reiner Thiele zwei Gesprächspartner gewonnen haben, die genau dieser Aufgabe nachkommen“. (lfp)

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