Handballer starten virtuelle Challenge

Von Neu-Isenburg nach Tokyo

Joggend, wandernd oder auf dem Rad wollen die Teilnehmer Kilometer sammeln und so gemeinsam die 12 515 Kilometer bis nach Japan absolvieren.
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Joggend, wandernd oder auf dem Rad wollen die Teilnehmer Kilometer sammeln und so gemeinsam die 12 515 Kilometer bis nach Japan absolvieren.

Unter dem Motto „HSG runs Tokyo“ haben sich die Handballer der HSG Isenburg/Zeppelinheim zu den Olympischen Spielen aufgemacht, die ab dem 23. Juli in der japanischen Hauptstadt stattfinden sollen. In einer – natürlich virtuellen – Challenge wollen die Isenburger die 12 515 Kilometer zurücklegen. Zu Fuß oder mit dem Fahrrad.

Neu-Isenburg - „Wir haben jetzt ein Jahr lang kein Spiel mehr gehabt, das ist gerade für die Kinder und Jugendlichen keine schöne Sache. Und wir wissen noch nicht, wann wir wieder in die Halle dürfen. Aber wir wollten einfach wieder einmal etwas zusammen machen“, erklärt HSG-Abteilungsleiterin Katrin Leukroth, „die Trainer vermissen ihre Kids und wollen mit dieser Challenge dafür sorgen, dass die Zeit bis zum Wiedersehen etwas abwechslungsreicher wird als die vergangenen Monate.“ Natürlich hielten Trainer und Spieler auch in den vergangenen Monaten mit verschiedenen Videos virtuellen Kontakt, die neue Challenge soll aber etwas ganz Besonderes sein und die Gemeinsamkeit stärker fördern. „Das nächste große Event der Handballer sind die Olympischen Spiele, für die sich unsere Nationalmannschaft hoffentlich am Wochenende qualifiziert. Und wir wollen sie auf dem Weg dahin unterstützen“, sagt Leukroth.

In einer Videokonferenz am vergangenen Samstag wurden alle Regeln der Challenge erklärt, technische Fragen zur benötigten App beantwortet und mögliche Routen rund um Neu-Isenburg vorgestellt. Außerdem gab es ein kleines „Warm up“, mit dem sich die HSG’ler gemeinsam etwas aufwärmten und schon einmal fit für die anstehende Aufgabe machten, die am Montag offiziell gestartet ist. Gesammelt werden die Kilometer über eine App, über ihre Homepage und Social-Media-Kanäle informiert die HSG über den Zwischenstand und den aktuellen Standort.

Denn die Teilnehmer durften einige Orte oder Länder als Zwischenstopp benennen, die die Läufer und Radler auf dem Weg nach Tokyo virtuell besuchen möchten. „Wir werden Tokyo wohl nur in Schlangenlinien erreichen“, schmunzelt Katrin Leukroth. Die eingeplanten Zwischenstopps in Polen, Kroatien, Serbien oder auf dem Mount Everest liegen zwar noch auf dem Weg nach Japan, „die Zwischenstopps in Italien an der Ostsee oder auf Madagaskar bereiten mir allerdings etwas Sorgen“, lacht die Abteilungsleiterin. Nicht nur die rund 250 Mitglieder der HSG – „wir sind schon ein sehr eingeschworener Haufen“ – sollen sich an der Challenge beteiligen, „jeder kann mitmachen“, betont Katrin Leukroth. Vielleicht starten die Handballer noch einmal einen Aufruf an die übrigen Neu-Isenburger Vereine. Und wer weiß, vielleicht schafft es die HSG Isenburg/Zeppelinheim sogar gemeinsam einmal um die ganze Welt. Wer die HSG unterstützen und Teil der Challenge werden will, kann sich unter kontakt@hsgisenburgzeppelinheim.de bei den Handballern melden.

Eigentlich dürfte ein Großteil der jungen Handballer aktuell sogar an der frischen Luft nicht nur Laufen und Radeln, sondern auch wieder ganz normal trainieren, nachdem zu Wochenbeginn die in der vergangenen Woche beschlossenen Corona-Lockerungen, nach denen Kinder bis einschließlich 14 Jahren wieder unter freiem Himmel in Gruppen trainieren dürfen, in Kraft traten. „Allerdings hat die Stadt die Sportstätten noch nicht freigegeben“, berichtet Leukroth am Montag, „sobald es möglich ist, gehen auch wir raus.“ Dann los, denn es gibt eine gute Nachricht: Auf Nachfrage bestätigte die Stadt gestern, dass die Außenanlagen für die jungen Sportler mittlerweile geöffnet sind. (Von Patrick Leonhardt)

Infos im Internet

hsgisenburgzeppelinheim.de

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