Vorderrad-Quetscher abschaffen

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Vor dem Eingang zum Schwimmbad sind die Bügel zum Einstellen der Vorderräder durch Rundbügel ergänzt worden. So kann auch der Rahmen problemlos mit einem Schloss gesichert werden. Allerdings ist das System sehr aufwendig.

Neu-Isenburg ‐ Bei den Fahrradständern in der Hugenottenstadt gibt es Nachholbedarf. An einigen öffentlichen oder sozialen Einrichtungen im Stadtgebiet gibt es nämlich bisher überhaupt keine Möglichkeit, das Rad sicher anzuschließen. Das soll sich bald ändern. Von Katrin Stassig

Im Auftrag der Stadtverordnetenversammlung hat der Magistrat eine Bestandsaufnahme über die Fahrradabstellanlagen im Stadtgebiet erstellen lassen. 38 öffentliche Einrichtungen in Isenburg, Zeppelinheim und Gravenbruch wurden untersucht. Dabei wurde unter anderem auf die Zweckmäßigkeit und Funktionsgerechtigkeit der Fahrradständer geachtet. Zudem wurden Vor- und Nachteile aufgelistet.

Nachbesserungsbedarf gibt es insbesondere vor jenen Einrichtungen, die entstanden sind, bevor 1995 Fahrradständer in die Stellplatzsatzung aufgenommen wurden. An einigen Standorten gibt es bisher überhaupt keine Abstellmöglichkeiten. Dazu gehören die Seniorenwohnanlage I im Pappelweg, die Kita Schillerstraße sowie in Gravenbruch das Jugendzentrum und die Polizeidienststelle. Auch die Toddlers in der Hugenottenallee sollen neue Fahrradständer erhalten. An der Kita und am Stadtteilzentrum Westend an der Kurt-Schumacher-Straße sowie beim Rathaus in der Hugenottenallee sollen im Rahmen der jeweiligen Sanierung neue Abstellanlagen aufgestellt werden.

Stadt setzt künftig auf zwei Modelle

Löblich: Auch im Winter fahren offenbar viele Schüler mit dem Fahrrad zum Bildungszentrum Westend. Die Anlehnbügel werden rege genutzt und reichen nicht immer aus.

Mittelfristig empfiehlt der Bericht des Fachbereichs Stadtplanung, an zwölf weiteren Einrichtungen nachzubessern und bei fünf die Anzahl der Fahrradständer zu erhöhen. Am Bildungszentrum Westend reichen die vorhandenen Ständer nach Angaben der Mitarbeiter für die Schüler nicht aus. Auch an der Hugenottenhalle besteht ein hoher Bedarf. Außerdem wird vorgeschlagen, die Fahrradständer unter anderem vor dem Bürgeramt, am Haus Dr. Bäck und am Treff im Quartier IV mittelfristig auszutauschen, da sie unpraktisch sind. Dort befinden sich Vorderradhalter oder Einstellbügel. Diese sind zwar kostengünstig und nehmen wenig Platz weg. Der Nachteil: Es kann nur das Vorderrad angeschlossen werden und die Räder haben kaum Standsicherheit. Die instabilen „Vorderrad-Quetscher“ stellen ohne zusätzlichen Halt eine Gefahr für die Felgen dar und sind bei Radlern nicht gerade beliebt.

Die Stadt setzt deshalb künftig auf zwei Modelle. Beim Hoch-Tief-Einsteller sind die Vorderradhalter größer und stabiler, und es gibt außerdem die Möglichkeit, auch den Rahmen anzuschließen. Die Anlehnbügel sind ebenfalls sehr stabil und gerade für ältere Menschen bequem zu nutzen. Solche Anlehnbügel stehen heute beispielsweise schon an der Seniorenwohnanlage II und am Altenpflegeheim Am Erlenbach. Einseitig nutzbare Anlehnbügel finden sich am Alten Schulhaus.

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