Weihnachtsmarkt im Alten Ort

Hüttendorf mit Herz

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Überraschende Begegnung am Kinderkarussell, auf dem kleine Weihnachtsmarktbesucher gratis mitfahren dürfen.

Neu-Isenburg - Der Isenburger Budenzauber kuschelt im Alten Ort ein Wochenende lang mit jedem schönen Klischee, das sich die Menschheit zum Thema Weihnachtsmarkt erarbeitet hat.

An rund 50 Ständen bieten vor allem Isenburger Vereine und Privatleute Handgemachtes und Leckereien an – und viele spenden ihren Erlös einem guten Zweck. Wer friert, kann sich im Stadtmuseum bei freiem Eintritt aufwärmen und den Künstlermarkt besuchen.

Isenburgs Weihnachtsmarkt ist und bleibt der Schönste weit und breit – so sehen es zumindest jene Isenburger mit dem entsprechenden Lokalpatriotismus im Blut. Bereits zur Eröffnung am Samstag gegen 16 Uhr herrscht reges Treiben, insbesondere Kinder mit ihren Eltern, Omis und Opis im Schlepptau strömen zum Zentrum des Marktes. Dort dreht sich bereits das Kinderkarussell unentwegt, und auf dem großen Grillrost der Gäste aus der Partnerstadt Weida brutzeln die beliebten Thüringer Bratwürste. Die rund 50 Holzbuden sind besetzt und auch schon rege frequentiert.

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Der Kinderchor der Musikschule um deren Leiter Thomas Peter-Horas erfreut die Gäste mit weihnachtlichen Liedern, Bürgermeister Herbert Hunkel dankt allen, die am schönen Budenzauber mitgewirkt haben. Und auch die Weihnachtsgeschichte stammt nicht aus irgendeinem Buch. Sondern von Jeanette Kühn. Ihre Zeilen waren eine von vielen Zuschriften von Grundschülern, aus denen das Stadtoberhaupt traditionell eine Weihnachtsgeschichte für den Markt auswählt – die die jungen Verfasser dann auch gleich selbst vortragen dürfen. Bereits zuvor hat sich der Posaunenchor auf dem hohen Turm der Marktplatzkirche platziert und lässt Weihnachtslieder über den Alten Ort erschallen. Dann steigen die Musiker herab und spielen auf dem Markt weiter – denn erstmals sind die Osterburger Bläser aus Weida nicht da.

Am Stand des Lions Clubs sind Plätzchen für den guten Zweck zu haben, die die Mitglieder selbst gemeinsam gebacken haben. Beim Stand für Beregovo der Marktplatzgemeinde gibt es Waffeln am Stil, die Christusgemeinde verkauft Kulinarisches zugunsten ihres Hilfsprojekts in Kamerun.

Bilder vom Weihnachtsmarkt am Marktplatz

Weihnachtsmarkt am Marktplatz

An heißem Hugo und Glühwein lassen sich die Finger wärmen. Und sogar Fleisch-Entsager kommen auf ihre Kosten, zumindest wenn sie früh genug dran sind: In der Löwengasse verkauft der Verein „Tierisch happy“ nämlich nicht nur Kekse für Katze oder Hund in Geschmacksrichtungen wie Leberwurst. Er serviert den Menschen obendrein „Chili sin Carne“, eine vegetarische Variante des Klassikers. Diese Suppe ist jedoch so lecker, dass sie bereits in den frühen Abendstunden aus ist. In der Pfarrgasse verkauft eine Gruppe von neun Familienvätern Weihnachtsbäume zugunsten des Frankfurter Vereins Hilfe für krebskranke Kinder.

Nebendran bietet der 82-jährige Isenburger Walter Scheu mit seiner Frau Melitta wunderschöne, selbst hergestellte Krippenhäuschen an. Die Kolpingfamilie lockt mit Glühwein, Punsch und Gebäck, am großen Stand des Technischen Hilfswerkes können Kinder über der Feuerschale Marshmallows grillen. Ganz romantisch ist der Innenhof der Familien Lang und Hein in der Löwengasse hergerichtet und lädt zum Verweilen ein. Im Stadtmuseum hat die Isenburger Künstlerin Kati Conrad wieder den Künstlermarkt „Home Is Where My Art Is“ organisiert. Von handgefertigten Seifen bis zu Schmuck aus altem Tafelbesteck reicht das Angebot.

lfp

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