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Weiter für Neu-Isenburg im Einsatz

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Die Ernennungsurkunde überreichten Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel dem wiedergewählten Ersten Stadtrat Stefan Schmitt. Von seiner Frau Marion (rechts) gab es im Anschluss eine Umarmung.
Die Ernennungsurkunde überreichten Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner und Bürgermeister Herbert Hunkel dem wiedergewählten Ersten Stadtrat Stefan Schmitt. Von seiner Frau Marion (rechts) gab es im Anschluss eine Umarmung. © postl

Die Prozedur dürfte Stefan Schmitt nicht neu gewesen sein, denn bereits zum dritten Mal erhielt er die Ernennungsurkunde zum Ersten Stadtrat der Stadt Neu-Isenburg. Im Rahmen der Stadtverordnetensitzung überreichten ihm Bürgermeister Herbert Hunkel und Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner die amtliche Bestätigung für eine erneute Amtsperiode.

Neu-Isenburg - Doch so viele – vor allem unerwartete – Ereignisse und Begleitumstände gingen seiner Wiederwahl bisher wohl nie voraus. Bekannterweise hätte er lieber eine andere Position übernommen. Der CDU-Mann unterlag knapp mit 45 Stimmen seinem Mitbewerber Gene Hagelstein (SPD) in der Stichwahl um den Chefsessel im Rathaus.

Mit den Stimmen der Koalition erfolgte sowohl der Antrag zu seiner Wiederwahl als Erster Stadtrat, als auch die Wahl selbst. „Es ist mir eine große Ehre, Ihnen die Ernennungsurkunde überreichen zu dürfen, denn wir haben zwölf Jahre gemeinsam an der Spitze unserer Stadt verbracht“, betonte Bürgermeister Herbert Hunkel. Das scheidende Stadtoberhaupt gab aber dem anwesenden künftigen Bürgermeister Dirk Gene Hagelstein einen deutlichen Wink. „Ich will dem neuen Bürgermeister nicht in der Verteilung der Dezernate vorgreifen, aber ich gehe davon aus, dass Sie auch weiterhin die Finanzen unserer Stadt verantworten dürfen, denn das haben Sie bisher recht erfolgreich gemacht“, lobte Hunkel.

Neu-Isenburg sei ein starker Wirtschaftsstandort, den es zu erhalten gelte. Als Geschenk überreichte Hunkel dem Ersten Stadtrat passenderweise ein Buch mit dem Titel „Das einzige Buch, dass du über Finanzen lesen solltest“.

Stadtverordnetenvorsteherin Christine Wagner ging ebenfalls auf die Leistungen des Kämmerers ein: „Es war sicherlich nicht immer einfach, sich gegen viele Meinungen durchzusetzen, aber der Erfolg gab Dir recht.“ Wagner vergaß aber auch nicht den leidvollen Weg nach der Niederlage bei der Bürgermeisterwahl. „Ihr habt als Familie in dieser schweren Zeit zusammengestanden und umso schöner ist es jetzt, euch wieder fröhlicher zu sehen“, sagte die Stadtverordnetenvorsteherin in Richtung seiner Frau Marion und der Söhne Florian und Sebastian.

Schmitt selbst erinnerte an den Abend der Stichwahl am 10. Oktober, als die Frage aufkam, ob er weiterhin für seine Stadt zur Verfügung stehen würde: „Ich war damals völlig unvorbereitet auf diese Situation und habe Ja gesagt – und dazu stehe ich auch heute noch.“ Wenngleich er nicht an der erhofften „exponierten Stelle“ der Hugenottenstadt stehe, freue er sich auf die bevorstehenden Aufgaben, versicherte Schmitt. Er ließ in seiner Rede aber auch unangenehme Themen nicht aus und ging auf die schwere Zeit nach der gescheiterten Wahl ein: „Das macht was mit einer Familie, aber umso mehr muss ich meiner Familie danken, dass ich heute hier so stehen kann.“ Seit dieser Zeit habe er sich jedoch aus den sozialen Netzwerken herausgehalten, so Schmitt mit einem Fingerzeig auf jene „unsichtbaren“ Kommentatoren, die sich berufen fühlten, üble Urteile über ihn zu fällen.

Mit einem Ausblick auf die bevorstehenden Aufgaben von der Realisierung der RTW über den Stadtumbau bis hin zum Großprojekt Stadtquartier Süd betonte der Erste Stadtrat die Notwendigkeit, mit dem künftigen Bürgermeister Hagelstein zum Wohle der Stadt zusammen zu arbeiten. „Ich werde meine Hand auch zu jenen ausstrecken, die mir ihre Stimme nicht geben wollten“, schickte Schmitt ein Zeichen zur Kooperation über alle Parteigrenzen hinweg.

Einen besonderen Dank richtete er an den scheidenden Bürgermeister Herbert Hunkel, der ihn – aus der Finanzwelt kommend – in die Tiefen der Verwaltung eingeführt habe. Sein Motto stammt ausgerechnet von Willy Brandt: „Der beste Weg, die Zukunft vorauszusagen, ist, sie zu gestalten.“

Starker Standort für die Wirtschaft

Von Leo F. Postl

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