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Flott auf in die Saison: Jürgen Oestreich (rechts) führt die Gruppe der Schnellsten an, sie legen in einer Stunde rund 10,5 Kilometer zurück.
Flott auf in die Saison: Jürgen Oestreich (rechts) führt die Gruppe der Schnellsten an, sie legen in einer Stunde rund 10,5 Kilometer zurück. © -postl

Es ist kurz vor 16 Uhr, als Burkhard Ammon am Samstag die kleine Erhöhung am Lauftreffschild im Sportpark in Neu-Isenburg betritt. „Es freut mit heute doppelt, hier zu stehen: Einmal, weil doch so viele gekommen sind. Und andererseits, weil wir wieder ganz offiziell ohne jegliche Beschränkungen laufen können“, begrüßte der Lauftreff-Leiter die rund 30 Sportler.

Neu-Isenburg - Sie sind dem Ruf zum „Run Up“ gefolgt, dem traditionell gemeinsam von Lauftreff und städtischem Sportamt organisierten Saisonstart im Rahmen der städtischen Aktion „Gemeinsam bewegen“. So dürfen auch Silvia Höser und Katja Gelbert vom Sportamt nicht fehlen. Sie sorgen dafür, dass die Sportler nach der Laufrunde mit Erfrischungsgetränken versorgt werden.

Für die Lauftreff-Gemeinschaft selbst ist der offizielle Neustart in die diesjährige Saison nicht unbedingt ein Start zum Laufen – denn viele haben sich auch in Pandemie-Zeiten immer wieder mal zu zweit oder zu dritt getroffen, um zu laufen. Allen voran ist hier Klaus Hart zu nennen: Der fast 83-Jährige ist nicht nur der einzig Verbliebene, der seit der Gründung des Lauftreffs dabei ist. Sondern er läuft stets montags, mittwochs und samstags seit dem Lauftreff-Start am 30. November 1980. „Es kommt schon mal vor, dass ich am Montag alleine laufe, aber sonst finden sich immer Mitläuferinnen und Mitläufer“, beschreibt Hart seine Lauf-Passion. Auch Jochen Rau gehört zu den Treuesten, er hat sich bereits 1981 dem Lauftreff angeschlossen.

Besonders vorteilhaft finden es die Teilnehmer, dass sie sich – entsprechend ihrer Kondition – eine Laufgruppe aussuchen können. Das Prinzip: In einer Stunde werden unterschiedlich lange Strecken zurückgelegt und alle sind wieder zur selben Zeit zurück. Da gibt es die Laufstarken, die werden von Jürgen Oestreich angeführt. Mit dem 68-Jährigen an der Spitze werden locker rund zehn Kilometer zurückgelegt.

Dann folgt Klaus Seidl (63), der seine Gruppe rund acht Kilometer durch den Wald südlich von Neu-Isenburg führt. Hier war bisher immer auch Regina Schwerdhöfer mit dabei, doch sie hat noch mit den Nachwirkungen einer Corona-Infektion zu kämpfen. „Mich hatte es ganz schön erwischt, aber jetzt geht es soweit wieder, dass ich zumindest fünf Kilometer walken kann“, berichtet sie. Die Power-Walker werden von Ammon angeführt, wobei Frank Gramlig in beiden Händen noch eine Schwunghantel dabei hat. „Damit stärke ich zusätzlich meine Arm- und Rückenmuskulatur“, erklärt der Sportfan.

Andere setzen auf tierische Motivationshilfe. Die Hündin Lucky ist schon seit über zehn Jahren dabei und bringt Klaus Schumacher in Schwung. Auch Border-Colli-Mix Jordan von Dirk Schumacher läuft mit. Für Uli Abele ist der Lauftreff eine Institution, bei der sich der seit 20 Jahren in der Schweiz lebende Isenburger immer noch sehr wohl fühlt. „Ich fahre eigentlich mehr Rad, aber wenn ich meine Mutter hier besuche, dann bin ich beim Lauftreff dabei“, betont er.

Doch auch für jene, die ganz neu ins Training einsteigen wollen, gibt es ein spezielles Angebot. „Die laufen ein Stück, mal langsam, dann mal kurzzeitig etwas strammer und dann wird auch mal eine Atempause eingelegt“, erklärt Ammon. Wenn sich dann jemand einer neuen Herausforderung stellen und einer „schnelleren“ Gruppe anschließen will, ist das völlig ungezwungen möglich. „Wir wollen in erster Linie fördern, doch wer sich fordern möchte, kann dies tun – wir sind immer helfend an der Seite“, beschreibt Ammon das Prinzip des Vereins.  lfp

Ob Laufen oder Walking: Der „Run up“ hat für jeden Interessierten ein passendes Angebot. Und manch einer bringt seinen Hund als Motivationshilfe mit.
Ob Laufen oder Walking: Der „Run up“ hat für jeden Interessierten ein passendes Angebot. Und manch einer bringt seinen Hund als Motivationshilfe mit. © postl

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