Wieder vor Millionen

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Laura Martin macht bei Castingshow „ The Voice of Germany“ mit

Neu-Isenburg - Für Laura Martin sind Auftritte im Fernsehen kein Neuland. Schließlich präsentierte sie sich und ihre Stimme bereits vor gut vier Jahren bei der RTL-Show „Deutschland sucht den Superstar“ (DSDS) einem Millionenpublikum. Von Enrico Sauda

Am Freitag, 25. November, wird die 32-Jährige nun ab 20. 15 Uhr bei der neuen Show „The Voice of Germany“ bei Sat 1 zu sehen und vor allem zu hören sein.

Sie gehört zu insgesamt 150 Frauen und Männern, die bei dieser neun Show antreten. Neue Deutsche Welle Ikone Nena, Rea Garvey, Sänger der deutschen Band „Reamonn“, The Bosshoss und der Sänger Xavier Naidoo suchen in dieser Sendung die Stimme Deutschlands. In den sechs so genannten „Blind Auditions” müssen sie sich ihr Team zusammenstellen. Das Besondere: Sie können die Sänger nur hören, weil sie zunächst mit dem Rücken zu Bühne sitzen. Erst wenn sie sich für einen Künstler entschieden haben, bekommen sie ihn zu Gesicht. Drehen sich mehrere von ihnen um, wählt der Sänger oder die Sängerin, welchem Team es angehören möchte. Soweit das Format. Nun zu der Frau, die in Bad Soden geboren wurde, in Frankfurt aufwuchs und seit 1997 in der Hugenottenstadt wohnt.

Wie viele andere Teilnehmer lebt sie von der Musik. Zum einen reist die Spanierin mit eigenen Bands seit Jahren durch die Republik, zum anderen ist sie die Frontfrau der Gruppe „Captain Jack“, die Mitte der 90er Jahre für Furore sorgte. Seit 2009 steht sie an der Seite des neuen Captain Jack Frontmanns Bruce Lacy.

Eine Freundin, die damals für Captain Jack tanzen sollte, es aber nicht wollte, vermittelte sie als Sängerin. Sie nahm Kontakt zu Musikproduzent Udo Niebergall auf, der Laura zu einer Probeaufnahme einlud. Nach einem Testauftritt auf Mallorca waren alle von ihr überzeugt. „Wir sind fast jedes Wochenende unterwegs und treten bei vielen Festivals und bei 90er-Jahre-Partys auf“, berichtet die Frontfrau, die sich als „Rockröhre, die aber auch leise Töne anschlagen kann“ beschreibt und hinzufügt: „Ich bin eine Frontsau. Die Bühne, das ist das, was ich wirklich richtig gut kann.“

Trotz oder vielleicht gerade wegen ihrer Erfahrung sei sie bei der Aufzeichnung der Sendung in Berlin aber aufgeregt gewesen. Ihre Cousine Melanie machte sie auf das neue Show-Format aufmerksam. „Damals suchten die Macher noch Leute“, erinnert sich Laura Martin. Aber erst nachdem sie das Konzept der neuen Sendung vollends überzeugt hatte, meldete sie sich. „Ich war zuerst ein wenig skeptisch, wollte mich einfach nicht lächerlich machen“, erinnert sich die Mutter einer elfjährigen Tochter.

„Ich habe schon immer viel und gern gesungen und wollte bereits als Vierjährige stets im Mittelpunkt stehen“, erzählt die temperamentvolle Frau, die sich selbst als verrückt, laut und stets gut gelaunt beschreibt.

Schon während ihrer Schulzeit sang sie in Bands und „ich kann mich an mein erstes Lieblingslied erinnern.“ Es war ‘All at Once’ von Whitney Houston. „Richtig los ging es aber nach ‘DSDS’“, sagt Laura Martin, die eine raue und rauchige Stimme hat. Damals hat zwar Mark Medlock gewonnen – „dass er „Bobbelsche“’ heißt, hat er mir zu verdanken, „denn ich habe ihn damals so getauft“. Aber auch für sie war das der Startschuss für die Laufbahn im Musikbusiness. Wenn sie bei der Show weiterkommen sollte, eröffnen sich ihr bestimmt weitere Chancen.

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