„Wir sind ungeduldig“

Neu-Isenburg - Immer noch nicht voran geht es bei der Sanierung des Shop West des Isenburg-Zentrums an der Frankfurter Straße. Verärgert sind die verbliebenen Mieter, die seit Wochen ohne Heizung und Wasser auskommen müssen. Bereits im vergangenen Mai hätte der Umbau losgehen sollen. Passiert ist bislang nichts.

Die Stadt geht weiterhin davon aus, dass die Sanierung des Shop West samt des darüber liegenden Bürohauses bis Ende des Jahres abgeschlossen ist. „Wir sind aber ungeduldig und nerven die Verantwortlichen“, räumt Bürgermeister Oliver Quilling auf Anfrage ein. Es scheint Probleme bei der Vermietung zu geben. Die laufe wohl auch angesichts der Finanzkrise schleppender als geplant.

Der zuständige Architekt Jochen Lehmann beruhigt. Er geht weiterhin davon aus, dass das rund 16 Millionen Euro teure Projekt im Herbst beendet werden kann.

Keine Auskunft zum Grund der Verzögerungen war dagegen trotz mehrmaliger Versuche per Telefon und E-Mail von Robert Lange von der Isenburger Firma Romano Real Estate zu bekommen, die für den holländischen Investor Geeris vor Ort die Bauvorhaben abwickelt. Lange war im Herbst des vergangenen Jahres von einer Fertigstellung im Oktober ausgegangen.

Über eine mangelnde Kommunikation beschweren sich auch die wenigen verbliebenen Mieter im Shop West, wie aus ihren Kreise zu hören ist. Ihre angestammten Läden mussten sie im vergangenen Jahr wegen der bevorstehenden Sanierung verlassen und in andere Räume ausweichen. Im Obergeschoss sei zwar mit dem Runterreißen der Decke begonnen worden, doch das sei es bislang gewesen.

Noch dicker kam es dann für sie im Januar. Seitdem haben die Mieter, die zum Teil seit 25 Jahren im Isenburg-Zentrum vertreten sind, keine Heizung und kein Wasser mehr. Dies hatte zur Folge, dass sie teilweise mit Pelzmütze und dicker Jacke in ihren Geschäften ausharrten. Mittlerweile haben sie zwar elektrische Heizkörper von Romano zur Verfügung gestellt bekommen, das reicht aber nicht aus, um die Geschäftsräume zu heizen.

Aus Kreisen von Romano hieß es, dass momentan angesichts der Frostperiode in Sachen Heizung nichts getan werden könne. Wie aus den Reihen der Mieter verlautet, hätten einige Anwälte eingeschaltet.

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