Notizbuch der Woche

Not wirksam lindern

Neu-Isenburg - Wir sind geschockt zu sehen, wie viel Bedürftigkeit in einer so reichen Stadt wie Neu-Isenburg existiert.“ Die Worte des Gravenbrucher Unternehmers Wolfgang Merkel sprechen für sich. Es ist kein Ruhmesblatt für die Hugenottenstadt, dass die Speisekammer von St. Josef auf solch regen Zuspruch stößt. Von Holger Klemm

Umso lobenswerter ist das Engagement des Teams, das ja nicht nur die Nahrungsmittel verteilt, sondern erst einmal dafür sorgen muss, diese zu bekommen. Die Arbeit könnte deshalb durch eine größere Spendenbereitschaft erleichtert werden. Noch besser wäre es natürlich, wenn die Speisekammer der katholischen Kirchengemeinde irgendwann ganz überflüssig werden würde. Doch damit ist angesichts der Krise wohl nicht zu rechnen. Im Gegenteil. Vielmehr müssen sich Stadt und Bürger die Frage stellen, wie sich die vorhandene Not in der nächsten Umgebung wirksam lindern lässt.

Weitere Beispiele haben in dieser Woche gezeigt, wie wichtig Engagement für das Gemeinwohl ist. Die Rede ist von der Spendenaktion des Fördervereins der Goetheschule, den dritten Flügel für den Musikunterricht zu restaurieren, und vom Einsatz der Azubis des Dienstleistungsbetriebs, das Außengelände des Seniorenhauses in der Meisenstraße in eine grüne Oase zu verwandeln. Solche Initiativen machen das Leben in der Hugenottenstadt auf alle Fälle lebenswerter.

Rubriklistenbild: © op-online

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