Start mit wichtigem Projekt der Stadtgeschichte

20. Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit in Neu-Isenburg

In der Hugenottenhalle startet am 31. August die 20. Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit.
+
In der Hugenottenhalle startet am 31. August die 20. Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit.

Ein breit gefächertes Programm versprechen die Stadt und verschiedene Kooperationspartner für die „Woche der Toleranz und Mitmenschlichkeit“, die zum 20. Male über die Bühne geht. Tatsächlich sind in der Zeitspanne von vier Wochen vom 31. August bis 30. September viele spannende und interessante Vorträge, Filme im Programmkino Cineplace, Workshops wie „Rap against Hate“ oder Graffiti-Gestaltung und einiges mehr geplant. Auftakt ist mit einem wichtigen Projekt der Stadtgeschichte.

Neu-Isenburg - Das Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ steht 2021 im Fokus. Vorgesehen sind ganz verschiedene Angebote, die sich mit modernem jüdischen Leben auseinandersetzen, jüdische Kultur sichtbar und ein breites Publikum mit der Geschichte, Kultur und Tradition des jüdischen Lebens vertraut machen wollen. Die Veranstaltungen werden mit dem gleichnamigen, bundesweit tätigen Verein Sukkot und der Stadtgesellschaft umgesetzt.

Mit dem Programm wollen die Veranstalterinnen und Veranstalter barrierearme Räume für Begegnungen öffnen, die mit Neuem vertraut machen und eine Bereicherung durch den Austausch bieten. „Ziel ist es, ein respektvolles Miteinander gemeinsam mit den Werten der freiheitlich demokratischen Grundordnung, unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Weltanschauung, sexueller Orientierung, Alter oder Handicap, zu kultivieren“, heißt es in der Ankündigung.

„Neu-Isenburg ist eine Stadt voller Vielfalt! Im September freuen wir uns mit vielen verschiedenen kooperierenden Gastgeberinnen und Gastgebern, diese Vielfalt in verschiedenen Formaten noch sichtbarer zu machen“, lädt Bürgermeister Herbert Hunkel ein.

Mit einem Stück Zeitgeschichte startet das Programm am Dienstag, 31. August, um 19 Uhr in der Hugenottenhalle. Dort ist „Truus’ Children“ von den beiden holländischen Filmemacherinnen Pamela Sturhoofd und Jessica van Tijn über Truus Wijsmuller zu sehen, die zwischen 1938 und 1940 tausende jüdische Kinder durch den Transport in sichere Länder retten konnte. Die Suche der beiden Dokumentarfilmerinnen nach Überlebenden führte sie auch nach Neu-Isenburg in das ehemalige Heim des jüdischen Frauenbundes. Der bereits im November 2019 in Teilausschnitten gezeigte Film kann nun in voller Länge – mit deutscher Untertitelung – einem breiten Publikum vorgestellt werden. Mit dem Projekt soll die Erinnerung an die Bewohnerinnen und Bewohner des Heims aufrecht erhalten werden und das Bewusstsein für die Verantwortung, sich für Demokratie und Menschenrechte einzusetzen, gestärkt werden. Der Eintritt ist frei. Da die Platzzahl begrenzt ist, empfiehlt sich eine Anmeldung unter pappenheim.haus@stadt-neu-isenburg.de, z 06102 241-754/755.

Weiter geht es mit dem oscar-nominierten Dokumentarfilm „I am not your Negro“ von Raoul Peck über die afroamerikanische Bürgerrechtsbewegung am Mittwoch, 1. September, um 19.30 Uhr im Cineplace, Beethovenstraße 89a. Die beiden Dokumentarfilme „Ankommen“ und „Wir sind jetzt hier“ über die Erfahrungen von Menschen aus unterschiedlichen Herkunftsländern folgen am Freitag, 3. September, um 19.30 Uhr ebenfalls im Cineplace. „Ankommen“ ist ein Neu-Isenburger Filmprojekt aus dem Jahr 2019 und porträtiert mehrere Frauen. In „Wir sind jetzt hier“ als Pendant kommen Männer zu Wort. Anmeldungen für beide Veranstaltungen per Mail an integrationbuero@stadt-neu-isenburg.de oder unter z 06102 241-763.

Das komplette Programm der Veranstaltungsreihe liegt ab sofort im Rathaus, der Stadtbibliothek, den Bürgerämtern und in der Hugenottenhalle aus.  hok

DAS KÖNNTE SIE AUCH INTERESSIEREN

Mehr zum Thema

Kommentare