Pilotprojekt für Jung und Alt bei der Gewobau

Wohnen unter einem Dach in Neu-Isenburg

So sieht ein Beispiel für einen Grundriss der Ein-Zimmer-Wohnungen aus.
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So sieht ein Beispiel für einen Grundriss der Ein-Zimmer-Wohnungen aus.

In den vergangenen Jahren sind viele Mehrgenerationenhäuser in Deutschland entstanden. Als Begegnungsorte sollen sie das nachbarschaftliche Miteinander fördern und zur Attraktivität der Kommunen beitragen. Einen etwas anderen Weg zum Wohnen für Jung und Alt möchten die Stadt Neu-Isenburg und die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewobau mit einem gemeinsamen Pilotprojekt gehen.

Neu-Isenburg - Die Generationen in Neu-Isenburg sollen in Bestandsobjekten zusammengeführt werden.

Dafür werden vor allem Studierende oder Auszubildende aus Neu-Isenburg gesucht, die in ihre eigenen vier Wände ziehen möchten und einen Anspruch auf eine öffentlich geförderte Wohnung haben. Bisher vermietet die Gewobau die Ein-Zimmer-Wohnungen in verschiedenen Objekten nur an Seniorinnen und Senioren aus der Hugenottenstadt. Doch das soll sich nun ändern.

Zukünftig sollen Jung und Alt gemeinsam unter einem Dach wohnen können und durch soziale Kontakte gegenseitig profitieren, wünschen sich Stadt und Wohnungsbaugesellschaft. Voraussetzung ist allerdings die Bereitschaft zur gegenseitigen Rücksichtnahme und vor allem die Einhaltung der Ruhezeiten durch die neuen jungen Mieterinnen und Mieter.

Bei den Wohnanlagen handelt es sich um seniorengerecht ausgestattete Häuser mit Wohnungen, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner selbständig leben. Ärzte, Pflege oder gemeinsame Mahlzeiten, wie in Heimen üblich, werden nicht angeboten. In den Gebäuden befinde sich Stadtteilberatungsstellen für ältere Bürgerinnen und Bürger, die während der Öffnungszeiten durch städtische Mitarbeiterinnen besetzt sind und unter anderem Hilfsangebote für die Senioren organisieren.

In den Gemeinschaftsräumen gehen – soweit es die Corona-Einschränkungen zulassen – regelmäßige Veranstaltungen über die Bühne. Die Wohnungen sind etwa 34 bis 37 Quadratmeter groß und verfügen über Balkone. Die Vermietung erfolgt direkt durch den Eigentümer, nachdem die Einkommensgrenze für öffentlich geförderten Wohnraum durch das Wohnungsamt der Stadt überprüft wurde, und ein geeignetes Objekt zur Verfügung steht. „Für Auszubildende, Studierende und andere junge Leute dürften die finanziellen Voraussetzungen in den meisten Fällen gegeben sein“, meint die Gewobau.

Die Räume werden renoviert übergeben, sind jedoch nicht möbliert, sodass die jungen Leute sich ihren Wohntraum selbst gestalten können.

Interessentinnen oder Interessenten, die bereits in Neu-Isenburg wohnen, können sich an das Wohnungsamt der Stadt wenden. Als Ansprechpartner stehen Thorsten Pabst, z 06102 241517, E-Mail: thorsten.pabst@stadt-neu-isenburg.de, und Claudia Hochgesand, z 06102 241-511, claudia.hochgesand@ stadt-neu-isenburg.de, zur Verfügung. hok

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