1. Startseite
  2. Region
  3. Neu-Isenburg

Zufahrt zur Neu-Isenburger Feuerwache freihalten

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Die mit riesigen 112-Ziffern markierte Ausfahrtspur für die Einsatzfahrzeuge hat sich laut Stadt bewährt. Sorgen bereitet das Areal um die Feuerwache trotzdem.
Die mit riesigen 112-Ziffern markierte Ausfahrtspur für die Einsatzfahrzeuge hat sich laut Stadt bewährt. Sorgen bereitet das Areal um die Feuerwache trotzdem. © postl

Sorgen bereitet der Stadt Neu-Isenburg die Situation rund um die Feuerwache im Neubaugebiet Birkengewann. Deshalb werden die Anwohner eindringlich gebeten, die Zufahrt freizuhalten.

Neu-Isenburg – Wenn die Feuerwehr alarmiert wird, muss es schnell gehen, im Falle eines Einsatzes zählt oft jede Minute. Da kann und darf es nicht sein, dass Feuerwehrleute weiter weg parken müssen oder – noch schlimmer – dass Einsatzfahrzeuge wegen einer wie auch immer versperrten Ausfahrt gar nicht erst vom Hof kommen. Deshalb wenden sich nun Bürgermeister Herbert Hunkel und Stadtbrandinspektor Sebastian Morawe an die Öffentlichkeit und bitten darum, die Zufahrt zur Feuerwache freizuhalten.

Auch in einen Brief hat die Stadt diese Bitte gegossen – und diesen an alle Anwohner des Neubaugebiets Birkengewann geschickt, wie Hunkel gestern in der Magistratspressekonferenz berichtet.

Denn in unmittelbarer Nachbarschaft im Birkengewann befinden sich bekanntlich die Feuerwache der Freiwilligen Feuerwehr, das THW und eine Rettungswache. Um in jeder Einsatzsituation schnell und angemessen Hilfe leisten zu können, ergänzen sich die dort arbeitenden Feuerwehrleute mit etwa 120 freiwilligen Feuerwehrleuten aus dem ganzen Stadtgebiet. Wie in den meisten Feuerwehren in Deutschland üblich, müssen diese freiwilligen, ehrenamtlichen Feuerleute von zuhause, ihrem Arbeitsplatz oder ihrer Freizeitaktivität erst einmal in das Feuerwehrhaus kommen, um anschließend in Einsatzkleidung im Feuerwehrfahrzeug mit Sondersignal an die Einsatzstelle fahren zu können. Um die schnelle Erreichbarkeit des Feuerwehrhauses aus allen Teilen der Stadt zu gewährleisten, hat die Stadt unter anderem die Alarmzufahrten geschaffen. Diese Alarmzufahrten sind mit versenkbaren Pollern versehen, die den Weg nur im Alarmfall freigeben. Zusätzlich wurden eine optische und akustische Anlage installiert, damit die freiwilligen Feuerwehrleute mit ihren privaten Fahrzeugen ungehindert ins Feuerwehrhaus gelangen können.

Nun bitten Freiwillige Feuerwehr und Stadt die Nachbarschaft sowie vor allem auch Eltern und Kinder der Kita Birkengewann um Unterstützung: „Wenn die Alarm-Warnschilder ‘Feuerwehr rückt aus’ leuchten oder die Warntöne zu hören sind, achten Sie darauf, dass die Straße frei ist und unsere Feuerwehrleute ungehindert im Feuerwehrhaus eintreffen können“, appellieren Hunkel und Morawe. „Informieren Sie, falls angebracht, auch Passanten, die die Bedeutung einer Alarmzufahrt nicht kennen und die einen privaten PKW nicht der Feuerwehr zuordnen können, über die Hintergründe.“

Es gebe immer wieder auch Schaulustige. „Klar, das ist interessant, aber eben auch gefährlich“, verdeutlicht Hunkel. Daher haben Bürgermeister und Stadtbrandinspektor – vor allem auch zum Schutz des Nachwuchses– noch eine große Bitte an die Eltern der Kita-Kinder und Besucher des benachbarten Spielplatzes: „Auch wenn es noch so spannend für Kinder ist, bitten wir Sie, bei einem Alarm nicht extra zur Feuerwache zu laufen und der Feuerwehr beim Ausrücken zuzuschauen.“

Und auch auf das Thema „Sirenen“ kommt Hunkel gestern in einem anderen Kontext zu sprechen. Spätestens seit der Flutkatastrophe in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ist die Frage, wie die Bevölkerung im Ernstfall gewarnt werden kann, viel diskutiert worden.

Auch die Stadt Neu-Isenburg hat das Thema auf dem Schirm – und will diesbezüglich in absehbarer Zeit aufrüsten. Eine Prüfung der örtlichen Anlagen habe ergeben, dass das Stadtgebiet derzeit nicht ausreichend versorgt sei, berichtet Hunkel. Und richtet in diesem Kontext sogleich Lob und Dank an den Isenburger „Vollblutfeuerwehrmann“ und langjährigen Wehrführer Jochen Müller. Obwohl Müller kein klassischer Berufsfeuerwehrmann ist, ist sein Arbeitsplatz in Diensten der Stadt die Feuerwache. Er ist dort im zentralen Dienst tätig. Zu seinem Aufgabengebiet gehört die Gebührenabwicklung, der Katastrophenschutz, die Beschaffung, Buchhaltung – aber wenn es brennt, rückt er auch aus.

Müller habe nun ein Konzept für eine verbesserte Warn-Infrastruktur in Neu-Isenburg für entsprechende Alarmlagen erarbeitet. Im Magistrat sei das Thema schon besprochen worden, nun soll es im nächsten Schritt dem Stadtparlament vorgelegt werden.  hov

Auch interessant

Kommentare

Liebe Leserinnen und Leser,
wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.
Die Redaktion